Vaginalduschen und Vulva-Dampfbäder: Intimpflegeprodukte boomen!

Intimpflegeprodukte für Frauen sind auf dem Vormarsch, aber Experten warnen

Zu viel Wohlbefinden der Vulva ist schädlich

Vaginalduschen, Dampfbäder und Vulvaöl: In der Schweiz steigt die Nachfrage nach Intimpflegeprodukten für Frauen. Diese tragen jedoch nichts bei, im Gegenteil.

Ein Öl für mehr Beweglichkeit, eine Intimdusche mit sprudelnden Reinigungspillen oder eine Waschlotion speziell für die Vagina: Nachdem Promis wie Schauspielerin Gwyneth Paltrow (49) und Kourtney Kardashian (43) auf die Dampfbäder für ihre Vaginas schwören, geht es um den Kampf der Scheiden Produkt ist nun endgültig im Intimbereich angekommen.

Peelings, Öle und sogar spezielle Wannen für die Pflege von Vulva und Vagina tummeln sich auf Instagram. Das sogenannte Wohlbefinden der Vulva sei „DER Beauty-Trend“, schreibt sogar die Frauenzeitschrift „Elle“. Auch in Schweizer Supermärkten macht sich der Hype bemerkbar: Coop und Migros bestätigen eine höhere Nachfrage nach Waschmitteln und Cremes speziell für den Intimbereich.

Selbst Experten sind überrascht

Was jetzt passiert, überrascht selbst Experten. „Der Markt ist explodiert, das Angebot an Produkten für die Intimpflege ist riesig“, sagt Dieter Stöckli (53), Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in der Praxis Friesenberg in Zürich. „Es kommen immer mehr Produkte hinzu, die wir so noch nie gesehen haben.“

So pflegen Frauen ihre Vulva richtig

  • Waschen Sie nur die Vulva, also die Außenseite der weiblichen Genitalien. Weder Wasser noch Duschgel gehören in die Scheide.
  • Verwenden Sie Duschlotionen oder feuchtigkeitsspendende Seifen.
  • Pinkeln Sie spätestens 30 Minuten nach dem Sex, um das Eindringen von Bakterien in die Harnröhre und Blasenentzündungen zu verhindern.
  • Waschen Sie Ihre Unterhose immer bei 60 Grad, um Bakterien abzutöten.
  • Verwenden Sie keine Tangas, da diese Bakterien leichter in die Vagina einreiben können.
  • Verwenden Sie beim Rasieren nur saubere, stumpfe Klingen. Vermeiden Sie Trockenrasier- und Enthaarungscremes, da diese die Haut unnötig reizen.
  • Waschen Sie nur die Vulva, also die Außenseite der weiblichen Genitalien. Weder Wasser noch Duschgel gehören in die Scheide.
  • Verwenden Sie Duschlotionen oder feuchtigkeitsspendende Seifen.
  • Pinkeln Sie spätestens 30 Minuten nach dem Sex, um das Eindringen von Bakterien in die Harnröhre und Blasenentzündungen zu verhindern.
  • Waschen Sie Ihre Unterhose immer bei 60 Grad, um Bakterien abzutöten.
  • Verwenden Sie keine Tangas, da diese Bakterien leichter in die Vagina einreiben können.
  • Verwenden Sie beim Rasieren nur saubere, stumpfe Klingen. Vermeiden Sie Trockenrasier- und Enthaarungscremes, da diese die Haut unnötig reizen.

Im Intimbereich verschwimmen die Grenzen zwischen Medizin und Kosmetik zunehmend: Früher habe es vielleicht vier oder fünf Produkte gegeben, die man nach einer vaginalen Candidiasis oder einer Blasenentzündung in der Apotheke kaufen könne, sagt Stöckli. “Plötzlich gibt es spezielle Cremes, zum Beispiel mit Ginkgo-Extrakt, die die Vulva flexibler machen sollen.”

Weniger ist mehr

Aber brauchen Vulva und Vagina wirklich neue Mittel? «Nein», sagt Stöckli. Das Sekret, also die Flüssigkeit, die die Scheide absondert, reinigt sich selbst: „Es bedarf keiner besonderen Pflege. Im Gegenteil, es kann sogar schädlich sein», sagt Stöckli.

Je sauberer, desto gesünder. Viele Leute denken so. Viele vermeintliche Pflegeprodukte entziehen der Haut jedoch ihre Feuchtigkeit. „Trockene Haut wiederum ist anfälliger für Infektionen.“ Deshalb ist weniger mehr. Am besten mit rückfettender Seife oder Duschgel aus der Apotheke waschen. Obwohl diese im Vergleich zu den neuen Produkten auf dem Markt etwas weniger gut gestaltet aussehen.

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