Armeebudget und Kampfjets: Der Ständerat steht voll hinter den F-35-Plänen: Herz für die Patrouille Suisse

  • Der Ständerat hat einen Kredit über 6 Milliarden Dollar für die Anschaffung von 36 neuen F-35-Kampfflugzeugen sowie 2 Milliarden Dollar für ein Bodenverteidigungssystem «Patriot» bewilligt.
  • Auch will die Abgeordnetenkammer den Abzug der F-5-Tiger-Flugzeuge aus der Patrouille Suisse auf nach 2025 verschieben.
  • Wie der Nationalrat will auch der Ständerat die Militärausgaben bis 2030 schrittweise auf ein Prozent des Bruttoinlandprodukts erhöhen. Damit könnte das heutige Budget 5, 3 betragen. beläuft sich auf rund 7 Milliarden Franken.

Das Unterhaus hat heute Morgen über eine massive Erhöhung des Budgets der Armee diskutiert. Der mit 32 zu 11 Stimmen angenommene Antrag fordert eine schrittweise Erhöhung des Armeehaushalts auf ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2030.

Konkret soll die Ausgabenobergrenze der Armee im Jahr 2023 um 300 Millionen Franken erhöht werden. Ab 2024 werden die Ausgaben der Armee jedes Jahr sukzessive erhöht, sodass sie bis 2030 ein Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) oder rund sieben Milliarden Franken betragen.

Das zusätzliche Geld soll die Modernisierung und Ausrüstung von Armeeeinheiten beschleunigen, wie Kommissionssprecher Werner Salzmann (SVP/BE) betonte. Dank dieser Aufstockung konnten auch gezielte Investitionen und genaue Planungen getätigt werden. „Heute herrscht Fachkräftemangel“

Grüne/SP: „Los“

Die Grünen und die SP waren gegen die Maßnahme, betonten aber, dass sie nicht grundsätzlich gegen die Sicherheitsmaßnahmen seien. Mathias Zopfi (Grüne/GL) würde lieber über die Erhöhung der Armeeausgaben sprechen, wenn man das große Ganze betrachtet. Die Erhöhung der Armeeausgaben sei jetzt “töricht und unverantwortlich”. Eva Herzog (SP/BS) sprach von einer „Erfolgsübung ohne sinnvolles Konzept“.

Der Bundesrat setze die Motion bereits um, sagte Verteidigungsministerin Viola Amherd. “Angesichts der Sicherheitslage ist es ratsam, bestehende militärische Kapazitätslücken schneller als erwartet zu schließen.” Es geht um die Ablösung alter Systeme für Bodentruppen oder Cyber ​​Protection. Die Planung, was wann beschafft werden soll, ist laut Amherd noch nicht abgeschlossen.

Klare Linie für schnelle Erfassung von F-35

Als erster Rat debattierte die kleine Kammer anschliessend über den vom Bundesrat beantragten Zusagekredit von rund 6 Milliarden Franken für 36 neue F-35A-Kampfflugzeuge. Weitere 2 Milliarden Franken sind für die «2022 Army Embassy» für ein Luftverteidigungssystem vom Typ US-Patriot in den Vereinigten Staaten vorgesehen. Die Vorschläge wurden jeweils klar angenommen.

Gleichzeitig wurde bestätigt, dass der Bundesrat vor Ablauf des Angebots und einer möglichen Volksabstimmung im Frühjahr 2023 Verträge mit Amerikanern unterzeichnen kann und soll. Nun geht das Geschäft an den vorläufigen Beratungsausschuss des Nationalrats.

Gegen die Demontage des F-5 Tiger ab 2025

Anders als der Bundesrat will die Kleine Kammer mit der Demontage des veralteten Flugzeugs F-5 Tiger warten, das heute nur noch im Training und bei gutem Wetter für den Flugpolizeidienst eingesetzt werden kann. Als Teil des Akrobatikteams Patrouille Suisse sind die Maschinen aber auch eine Leitfigur in der Schweizer Armee. Auch sicherheitspolitisch sei ein Rückbau schon 2025 nicht ratsam, fand die Mehrheit des Mittelstandes mit 24 zu 18 Stimmen dafür und will die jährlichen Betriebskosten von 25 Millionen weiter übernehmen.

Bildunterschrift: «Die F-5 ist nicht irgendein Flugzeug, sondern das Flugzeug der Patrouille Suisse», sagte Alex Kuprecht (SVP/SZ). Die 12 Staffeln des Geschwaders – beispielsweise durch Propellerflugzeuge – zu ersetzen, ist undenkbar. Das Fluggeschwader begeistert tausende Menschen im In- und Ausland. Die F-5-Flotte werde bis 2030 auch FA-18-Kampfflugzeuge ersetzen, sagt Kuprecht. Schlussstein

Ergänzungsbericht zur Sicherheitspolitik im Herbst

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Der Ständerat hat den sicherheitspolitischen Bericht des Bundesrates zur Kenntnis genommen. Wie schon in der Nationalratsdebatte im März prägte Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine die Diskussion. Der Bundesrat hatte den Bericht bereits im November gutgeheissen, Monate vor dem russischen Angriff auf das Nachbarland.

Allerdings sei die Zeitung heute nicht übertroffen worden, sagte Verteidigungsministerin Viola Amherd. Schon damals wurde auf die Eskalationsgefahr in Osteuropa hingewiesen und erklärt, Russland beanspruche einen Einflussbereich und sei bereit, einen konventionellen Krieg zu führen. Die Ereignisse des Ukrainekrieges zeigten, dass die Menschen in die richtige Richtung dachten.

Amherd beabsichtigt, den Zusatzbericht zum im März angekündigten Sicherheitspolitischen Bericht, der die Auswirkungen des Ukrainekriegs eingehend analysieren soll, spätestens zur Herbstsitzung vorzulegen.

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