„BFS Safer“: „Der Tankwagen kann jederzeit kaputt gehen oder explodieren“ Das sind meine 20 Minuten

Gepostet am 17. Juni 2022, 8:09 Uhr

Der BFS Safer droht einzustürzen. An Bord dieses kranken Tankers befinden sich 1,1 Millionen Barrel Öl. Die Vereinten Nationen suchen nun nach Geld, um Öl zu fördern.

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Das Lagerschiff “FSO Safer” könnte eine große Ölpest verursachen.

GETTY / SATELLITENBILD © 2020 MAXAR TECHNOLOGIES

Es liegt vor der Küste des Jemen.

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Seit 2015 herrscht im Jemen Bürgerkrieg.

REUTERS

An Bord der “FSO Safer” befinden sich 1,1 Millionen Barrel Öl vor der Küste, fast viermal so viel wie die Ölpest des Öltankers Exxon Valdez, der 1989 vor Alaska auf Grund lief. Der havarierte Tanker, der als Lager dient Schiff, droht zu zerbrechen. Das Unglück von Exxon Valdez gilt als eine der größten Umweltkatastrophen in der Schifffahrt.

Die Vereinten Nationen wollen mit Crowdfunding eine drohende Umweltkatastrophe verhindern. Der OCHA-Vertreter im Jemen, David Gressly, startete am Dienstag eine Spendenkampagne in der Hoffnung, 5 Millionen US-Dollar von Einzelpersonen zu sammeln. Das Geld soll zur Rettungsaktion des Öltanker-Giganten „Safer“ beitragen. „Der Tanker könnte jederzeit kaputt gehen oder explodieren“, sagte ein OCHA-Sprecher in Genf.

Die Wartung des Tankwagens wurde unterbrochen

Öl an Bord der 45-jährigen „Safer“ muss auf ein sicheres Schiff gepumpt werden. Laut UN werden etwa 80 Millionen Dollar benötigt, um die Rettungsaktion zu starten. Inzwischen sind drei Viertel der Summe zusammengekommen und weitere Spenden werden gesucht.

Der Jemen nutzte den Offshore-Öltanker seit den 1980er Jahren als schwimmende Lagerstätte, bevor Öl exportiert wurde. Doch das Land ist seit 2015 in einen Bürgerkrieg verwickelt und die Ölförderung ruht. Der staatliche Ölkonzern stellte den Betrieb ein und Safer trat 2016 zurück.

Neun Millionen Menschen bedroht

Wenn der Öltanker zerbricht oder explodiert, wären neun Millionen Menschen direkt bedroht. Der Ölteppich würde nicht nur mehrere große Häfen für die Lieferung von Hilfsgütern schließen, sondern auch die Fischerei würde in drei Wochen zerstört werden. Trinkwasseraufbereitungsanlagen würden ausfallen.

Dadurch hätten etwa acht Millionen Menschen keinen Zugang zu fließendem Wasser. Hinzu kämen Gesundheitsschäden durch verschmutzte Luft, Rauch und Verdunstung.

(DPA / für)

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