In Bayern ist eine sehr seltene Bornavirus-Infektion nachgewiesen worden. Betroffen sei eine Person im Landkreis Mühldorf am Inn, teilte das Landratsamt am Dienstag (07.06.2022) mit. Weitere Informationen zu dem Fall gab es nicht. Die meist tödlich verlaufende Erkrankung tritt in Deutschland nur in wenigen Einzelfällen beim Menschen auf.
In den letzten drei Jahren wurden im Landkreis zwei weitere Bornavirus-Infektionen gemeldet. Das sogenannte klassische Borna-Virus löst eine Gehirnentzündung aus, die in fast allen Fällen tödlich endet. Die schwersten Folgeschäden bleiben oft bei den Überlebenden zurück. Im Durchschnitt werden in Deutschland jährlich zwei Infektionen registriert. Allerdings gehen Wissenschaftler davon aus, dass die Dunkelziffer mit bis zu sechs Fällen pro Jahr höher liegt.
Mehrere Borna-Virus-Fälle in Bayern registriert
Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wurden 2021 bundesweit sieben Infektionen gemeldet, fünf davon in Bayern.
Einziger bekannter Wirt des Erregers ist die Feldspitzmaus, bei der die Infektion keine schwerwiegenden Symptome hervorruft. Tiere scheiden das Virus mit Urin, Kot und Speichel aus. Auch andere Säugetiere können sich anstecken.
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