Bundesanwaltschaft: Ein Mann bei einem Mord in Morges getötet – Islamist angeklagt (28 Jahre alt)

Gepostet am 16. Juni 2022, 10:43 Uhr

2020 kam es zu einem dschihadistischen Angriff auf Morges. Ein Mann starb dabei.

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Der mutmaßliche Täter wurde am 13. September 2020 festgenommen. Die Bundesanwaltschaft hat nun Anklage gegen den Beschuldigten beim Bundesstrafgericht erhoben.

20min / News-Scout

Die Bundesanwaltschaft hat nun Anklage gegen den Angeklagten beim Bundesstrafgericht erhoben.

Michela Locatelli / Freshfocus

Konkret wirft die Bundesanwaltschaft (BA) dem 28-jährigen schweizerisch-türkischen Doppelbürger vor, im September 2020 in Morges einen dschihadistisch motivierten Anschlag mit dem Ziel geplant und durchgeführt zu haben, die Opfer des Koalitionskrieges zu töten. Staaten gegen den „Islamischen Staat“ (IS) auf Rache. Der Angeklagte hat eine Person mit einem Messer tödlich verletzt. Eine beim Opfer anwesende Person erlitt durch die Messerattacke einen schweren Schock, weshalb ihm auch der Tatbestand der einfachen Körperverletzung und der Drohung zur Last gelegt wird.

Der Angeklagte wird auch wegen verschiedener Delikte vor dem Bombenanschlag von Morges angeklagt. Unter anderem die Unterstützung der kriminellen Organisation IS, das Teilen von Propagandamaterial mit anderen und der Versuch, sich ISIS vor Ort im syrisch-irakischen Konfliktgebiet anzuschließen. Laut Anklageschrift reiste er im April 2019 nach Italien, um von dort in die Türkei und dann in das IS-Kampfgebiet in Syrien zu reisen. Er kehrte jedoch aus Italien an seinen Wohnort in die Schweiz zurück.

Der Regisseur griff bewusst an

Der Angeklagte hatte auch mehrere verbotene Gewaltdarstellungen im Zusammenhang mit der kriminellen Organisation IS. Außerdem wird ihm vorgeworfen, im April 2019 versucht zu haben, ein Haus in Brand zu setzen und an einer Tankstelle in Prilly (VD) eine Explosion herbeizuführen Angriff zugunsten von ISIS, was er nicht tat.

Der Verdächtige sitzt seit seiner Festnahme am 13. September 2020 in Untersuchungshaft. Laut Anklage soll er im November 2020 vorsätzlich einen Wärter angegriffen und versucht haben, ihn während seiner Festnahme zu töten. Ihm wird zudem vorgeworfen, im November 2020 einen Fedpol-Beamten angegriffen und sich damit der Gewalt und Drohungen gegen Behörden und Beamte schuldig gemacht zu haben. Außerdem wird er sich vor Gericht wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten müssen.

Im Oktober 2019 übernahm die BA das Strafverfahren gegen den Beschuldigten der Staatsanwaltschaft des Kantons Waadt, die das Verfahren im April 2019 eröffnet hatte.

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