Der Tag: Österreich erließ mehrere Tierhaltungsverbote

Österreichtag beschließt mehrere Tierhaltungsverbote

7.7.2022, 19:20 Uhr

Erst in über 15 Jahren wird es für österreichische Schweine besser werden.

(Foto: Marijan Murat / dpa)

Ist das Sammeln von Unterschriften sinnlos? In Österreich hat eine Volksinitiative zumindest langfristig zu mehreren Verboten der umstrittenen Tierhaltungsbedingungen geführt. Das Parlament hat heute die Ablaufdaten der sogenannten Plattendehnungsfugen sollten sich an den Öffnungen für Stützen schneiden und für die sog Rinderanleihe ab 2030 beschlossen. Die schlechte Nachricht: Das sind ziemlich lange Übergangsfristen. Die Regierung will es aber den Bauern geben, damit sie Zeit für Umstellungen haben, anstatt sie zu großen kurzfristigen Investitionen zu zwingen. Das heißt, Mitglieder der ÖVP, die gemeinsam regieren, und der Grünen.

Ein Blick in die Niederlande: Proteste von Bauern, die ihr Dasein im Abseits sehen, provozieren hässliche Szenen mit der Polizei, leeren Supermarktregalen und Verkaufsständen an Häfen und anderen Umschlagplätzen. Der Grund: Die niederländische Regierung hat strenge Umweltauflagen für Stickstoffemissionen erlassen, was für 30 Prozent der Landwirte das Aus bedeutet. Rückkehr nach Österreich: Hier werden Veränderungen mit mehr Vorsicht angegangen, was gut für die Viehzüchter, aber schlecht für die Tiere ist. Etwas passiert schneller, wenn Massenschlachtung männlicher Küken: Diese Gesetzesänderung tritt sofort in Kraft. Der Deutsche Bundestag hatte eine Regelung für Mai gebilligt.

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