Die Hausdurchsuchung in der Brau Union wurde bestätigt

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Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat bereits Anfang April eine Hausdurchsuchung in der Zentrale der Brau Union in Linz durchgeführt. Das bestätigte die Behörde am Donnerstag im Wirtschaftsmagazin ORF ECO. Grund war der Verdacht auf Marktmissbrauch.

23.06.2022 17.44

Online ab heute, 17.44 Uhr

Ausgabeankündigung: ECO am Donnerstag 23.06.22 um 22.30 Uhr im ORF2

Die Brau Union soll mehrere regionale Getränkelieferanten unter Druck gesetzt haben, neben Bier auch andere Brau Union-Getränke zu verkaufen.

Der Konzern soll Druck auf den Getränkeeinzelhandel ausgeübt haben

Der österreichische Marktführer vereint die Biermarken Gösser, Zipfer, Kaiser, Puntigamer, Schwechater, Wieselburger, Schladminger und Edelweiss unter einem Dach. Nach ECO-Recherchen soll die Brau Union ihre marktbeherrschende Stellung genutzt und regionalen Getränkeanbietern gedroht haben, den Verkauf von Bier einzustellen, wenn sie nicht auch Wein, Liköre und alkoholfreie Getränke von der Brau Union beziehen würden. Auf Nachfrage von ECO äußerte sich das Unternehmen nicht zu den Vorwürfen und verwies auf die Börsenordnung und laufende Ermittlungen.

Immer wieder Kritik an der Marktmacht der Brau Union

Die Marktmacht der Brau Union wurde in der Vergangenheit immer wieder kritisiert, insbesondere von konkurrierenden unabhängigen österreichischen Brauereien wie Stiegl und Ottakringer. Infolge des Preiskampfes in der Corona-Pandemie ist der Marktanteil der Brau Union von zuvor 50 % gestiegen. Die Brau Union entstand 1998 aus der Fusion der Österreichischen Brau AG und der Steirerbrau. Seit 2003 gehört das Unternehmen mit 2.500 Mitarbeitern, 13 Biermarken und acht Brauereien zu Heineken, dem zweitgrößten Bierkonzern der Welt.

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