Die Schweiz verlor 0:3 gegen die USA und schied im Viertelfinale aus
Am Ende einer beeindruckenden Eishockey-Weltmeisterschaft in Finnland blieb die Schweiz ohne Medaillengewinn. Die Eis-Teamkollegen verlieren das Viertelfinale gegen die USA in Helsinki 0:3. Bei den Schweizern ging der Sand zum falschen Zeitpunkt ins Getriebe.
26.05.2022
Am Ende einer beeindruckenden Eishockey-Weltmeisterschaft in Finnland blieb die Schweiz ohne Medaillengewinn. Die Nati verliert das Viertelfinale gegen die USA in Helsinki 0:3. Bei den Schweizern ging der Sand zum falschen Zeitpunkt ins Getriebe.
Im ersten Abschnitt entgingen den Schweizern die Geschehnisse. Sie sind von Anfang an nicht schlecht in die Partie gestartet. Aber die Amerikaner wurden motivierter, entschlossener und lebhafter. Daraus resultierten 12:4 Torschüsse für das amerikanische Team. Nur vier Torschüsse in einem Abschnitt haben die Schweizer bei dieser WM noch nie erzielt.
Noch ärgerlicher als die fehlende Offensivstruktur des Schweizer Spiels waren die ersten Gegentore. Ben Meyers wurde das erste Tor nach zwölf Minuten zugeschrieben. Calvin Thürkauf manövrierte den Rekord mit seinem Schlittschuh ins eigene Tor, zu einem Zeitpunkt, als die Schweizer durch ein Foul von Timo Meier in Unterzahl waren.
In der 12. Minute hatte Calvin Thürkauf die große Chance, sein Team in Führung zu bringen, doch sein Freistoß von der linken Seite ging daneben
26.05.2022
Das 0:2 in der 17. Minute war noch vermeidbarer. Adam Gaudette von den Ottawa Senators kämpfte hart um den Rekord und profitierte davon, dass sowohl Verteidiger Dominik Egli (der Gaudette passieren ließ) als auch Torhüter Leonardo Genoni (der zu spät rauskam) die Situation falsch einschätzten. Gaudette kippte den Puck vor Genoni und konnte ihn dann ins leere Tor schieben.
16. Minute: Gaudette steigt für die USA
26.05.2022
Die Schweizer reagierten. Doch anders als bei Frankreich (5:2 nach 0:2), Kanada (6:3 nach 2:3) oder Deutschland (4:3 nach 1:2) klappte der Wechsel diesmal nicht. Gegen Frankreich leitete Denis Malgin die Wende nach nur 25 Sekunden auf der Schlussgeraden mit dem Tor ein. Gegen die USA traf Timo Meier im zweiten Drittel nach 25 Sekunden nur den Pfosten. Immerhin startete diese Gelegenheit eine furiose Schweizer Offensive (17:6 Schüsse für die Schweiz im zweiten Drittel). Jeremy Swayman von den Boston Bruins, der 23-jährige Torhüter und amerikanische Torschütze, parierte derweil alle 33 Torschüsse. Und schließlich sorgte Meyers mit einem weiteren Treffer in der 55. Minute für Klarheit.
Im achten Spiel ist alles anders
Klar ist, dass die Niederlage im Viertelfinale die tolle Leistung der Schweiz an der WM relativiert. Vielleicht war die Schweizer Gruppe A doch nicht so gut. Drei von vier Teams der Gruppe B erreichten das Halbfinale (Tschechische Republik, Finnland, USA). Nur Schweden schied aus Gruppe B aus. Die Schweden hätten nach einer 3:0-Führung im letzten Spiel gegen Kanada weiterkommen müssen. Viele Dinge, die in der Vorphase für das Schweizer Team nicht immer perfekt liefen (Leistungsschwankungen, Disziplin), wurden mit all den Siegen übertüncht.
Gegen die USA, die in der Gruppe B nur 1,71 Gegentore pro Spiel kassiert hatten, brachte der Schweizer Offensiv-Angriff mit 15 verschiedenen Torschützen nichts. Zuvor hatten die Schweizer gegen Italien, Kasachstan, Dänemark, die Slowakei, Kanada fast fünf Tore pro Spiel erzielt. Frankreich und Deutschland.
Schreckliche Viertelfinalbilanz
Rückblickend wirkt die Ankündigung in den neuen Medien des Eishockeyverbandes fast wie ein Hohn: Dass im Viertelfinale jene Matches beginnen, für die die Schweizer so gerne Eishockey spielen. machen wir das wirklich? Seit der Jahrtausendwende hat die Schweiz 13 Viertelfinals an Weltmeisterschaften bestritten und nur zwei gewonnen: 2013 in Schweden und 2018 in Dänemark, wo die Schweiz jeweils Silber gewann. Allerdings verlor das Schweizer Viertelfinale elf Mal. Im Viertelfinale verloren sie sogar achtmal. Und bei Olympia, wo die Schweiz noch nie das Halbfinale erreicht hat, ist die Bilanz nicht besser.
Nichts hat in Helsinki gegen die USA funktioniert. Weder die Glückwünsche von Roman Josi aus der Heimat vor dem Match, noch all die Bemühungen von Stars wie Timo Meier und Denis Malgin, die mit dem Hebel immer mehr versuchten, den Wechsel zu erzwingen.
Ungünstig für das Schweizer Team war auch, dass Enzo Corvi im Hinspiel nach einem Zweikampf in Bandennähe wegen Verdachts auf Gehirnerschütterung verletzt wurde. Bundestrainer Patrick Fischer musste die erprobten Linien früh umstellen. Das Corvi-Team musste mit Andres Ambühl und Fabrice Herzog, einem der effizientesten in dieser WM, neu aufgestellt werden.
13. Minute: Corvi wird in der Bande kontrolliert, Elfmeter gibt es nicht
26.05.2022
Die WM in Finnland endete für die Schweizer bitter und zu früh. Statt nach Tampere führt der Weg zurück in die Schweiz nach Kloten. Über die Auswahl wird es im Sommer keine Diskussionen geben. Der Vertrag von Patrick Fischer wird bis 2024 verlängert und nicht diskutiert. Die Eishockey-Nationalmannschaft spielt in der kommenden Saison nicht im deutschen Pokal oder in der Slowakei, sondern bei den Euro Hockey Games mit Turnieren in Schweden, Finnland und Tschechien.
Vermutlich wird es ab Freitag noch Meldungen über Schweizer Eishockey-Erfolge in Finnland geben. Bis zu drei Weltmeisterschaften (Aktiv, Junior, Junior) können am Freitag in der Schweiz vergeben werden. Diese Meldungen wären nur ein kleiner Trost für das verlorene Halbfinale.
Reto Suri: «Die Schweiz ist einen Schritt weiter»
Das Schweizer Eishockeyteam scheitert zum dritten Mal in Folge im Viertelfinale. Reto Suri zieht Bilanz zur WM in der Schweiz, nennt die Gründe für das Aus und erklärt, warum die Schweiz einen Schritt voraus ist.
26.05.2022
Schweiz – USA 0:3 (0:2, 0:0, 0:0)
Helsinki. – 3727 Zuschauer. – SR Ansons/Öhlund (LAT/SWE), Kroyer/van Oosten (DEN/CAN). – Tore: 12. Meyers (Bellows, Hughes/Meier Ausschluss) 0:1 (Thürkauf Eigentor). 17 Gaudette (Peeke) 0-2. 55. Meyers (Kuhlman, Farrell) 0:3. – Strafen: 1 x 2 Minuten gegen die Schweiz, 2 x 2 Minuten gegen die USA.
Schweiz: Genoni; Kukan, Siegenthaler; Draußen Janis Moser; Glauser, Geißer; Perxa; Riat, Hischier, Meier; Simion, Malgin, Suter; Ambühl, Corvi, Herzog; Bertschy, Kuraschew, Thürkauf; miranda
USA: Swayman; Jones, Megna; Peek, Schmidt; Hughes; Boldy, Hartman, Galchenjuk; Manxa, Tynan, Gaudette; Kuhlmann, Meyers, Farrell; Watson, Lafferty, Hayden; Wurf.
Bemerkungen: Schweiz ohne Scherwey (verletzt), Martí, Aeschlimann (beide Statisten) und Berra (Ersatztorwart). – 14. Krähe verletzt ausgeschieden (Verdacht auf Gehirnerschütterung). – Publikationen: Meier 21, Jones 59. – Dead Time Switzerland (58:18). – Schweiz von 54:19 bis 56:25 und ab 56:31 ohne Torhüter. – Schüsse: Schweiz 33 (4-17-12); USA 22 (12-6-4). – Kraftleistung: Schweiz 0/2; Vereinigte Staaten 1/1.
Der Liveticker zum Nachlesen
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🔊 Die Schweiz scheidet aus
Zum dritten Mal in Folge scheidet die Schweiz bei der WM im Viertelfinale aus. Die Nati ist gegen die USA über weite Strecken das stärkste Team, wer aber 60 Minuten lang kein Tor schießt, hat sich den Einzug ins Halbfinale wohl nicht verdient.
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58.
Die Schweiz verpasst Gelegenheit um Gelegenheit
Wir geben auf. Die Schweiz spielt ohne Torhüter und hat mehrere gute Torchancen, doch der Rekord geht nicht ein. Und die Amerikaner ihrerseits verfehlten zum x-ten Mal das Waisentor.
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55.
Meyers steigt auf 3:0
Das ist …
55. Minute: Meyers macht auf 3:0
26.05.2022
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53.
Die Schweiz mit zwei gefährlichen Abschlüssen
Wo bleibt die Frische? Wo ist dieses Quäntchen Glück?
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48.
Timo Meier verpasste die nächste Chance
Irgendwann muss diese Platte nur noch ins Netzwerk verschoben werden. Es sind noch ein paar Minuten und im Eishockey kann alles sehr schnell gehen. Seien wir positiv.
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42.
Das Schweizer Machtspiel ist nicht von Erfolg gekrönt
Die Amerikaner überstehen die erste komplizierte Situation im letzten Drittel.
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🔊 Die Schweiz kehrt nach dem 2. Drittel 0:2 zurück
Manchmal sieht es bei 5 gegen 5 so aus, als würden die Schweizer im Powerplay spielen. Aber es steht immer noch 2:0 für die USA. Kann die Nati im dritten Drittel noch das Ruder herumreißen oder endet das WM-Abenteuer im Viertelfinale? Gut zu wissen: Im Schlussabschnitt spielt die Schweiz tatsächlich die Mehrheit. Hartman hat im Strafraum noch 40 Sekunden Zeit.
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33.
Malgin verfehlt das Tor
Denis Malgin dreht den Turbo auf, hält alle fern, kann den Puck aber nicht an den Torwart weitergeben. Das erste Schweizer Tor kann man förmlich riechen.
Blauer Sport
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30.
Wir sehen das genauso wie das Schweizer Eishockey 🔥
30. ‘ Komm schon Jungs. Wir schießen das nächste Tor! ⁇
2. Periode | #IIHFWelten | 🇨🇭 0:2
– Schweizer Eishockey …