Der Aufstieg mit Winterthur am Samstag, die ersten Gerüchte des FCB am Sonntag und schliesslich die Verkündung am Montag: Alex Frei wird neuer Trainer des FC Basel. Noch vor der ersten Reporterfrage bei seinem Vortrag in Basel am Dienstagnachmittag ergriff Frei selbst das Wort.
«Ich habe in Winterthur wahnsinnig gute Leute kennengelernt, ohne die ich heute nicht hier wäre», bedankte sich der 42-Jährige bei seinem Ex-Klub. Nach den turbulenten letzten Tagen war ich noch etwas müde, „aber ich werde mich gut erholen“, versprach Frei.
“Als ich meinen Kopf hörte, wurde mir schlecht”
Ein schlechtes Gewissen hätte er wegen seines Abgangs aus Winterthur nach nur sechs Monaten nicht. „Im ganzen Verein gab es niemanden, der meine Entscheidung nicht verstanden hat“, erklärte Frei. Als die Anfrage aus Basel kam, haderte er zunächst mit sich, hörte dann aber auf seinen Instinkt. „Das mache ich immer“, sagte der Torschützenkönig der Nati. “Nur zweimal in meinem Leben habe ich Entscheidungen nach meinem Kopf getroffen. Das ging schief.”
Frei, der schon während seiner Spielerkarriere polarisierte, ist keiner, der den Fuß in die Tasche steckt. Mit Klubchef David Degen trifft er nun auf ein weiteres Alphatier beim FC Basel. okay „Wir waren uns einig, dass David drei Stunden pro Woche Zeit hat, in denen er mir sagen kann, was er will“, sagt Frei mit einem Augenzwinkern. Sein Chef freut sich darauf, mit ihm zusammenzuarbeiten. „Ich habe noch nie in einer Formation gesprochen oder werde noch sprechen“, erklärte David Degen.
Kritik an der Führung des alten Klubs
Abschließend äußerte sich Alex Frei zur ehemaligen FCB-Führung unter Bernhard Burgener. Im August 2020 hätte der damalige Jugendtrainer das Amt des Cheftrainers übernehmen sollen, trat aber überraschend zurück. „Ich hatte nie ein Problem mit dem FCB, aber mit manchen Leuten schon ein großes Problem“, sagte Frei rückblickend. „Aber Vergangenheit ist Vergangenheit. Jetzt geht es um die Zukunft mit neuer Führung.“