Grosses Aufatmen in Luzern: Retter Mario Frick hat seinen Auftrag erfüllt

Pyros, singen, tanzen! In der Swissporarena ist nach dem 2:0-Sieg im Rückspiel gegen Schaffhausen der Verdrängungsdruck verflogen. Mehr als eine Stunde nach Abpfiff feiert das Stadion noch immer. Nach der Ehrenrunde wird Trainer Mario Frick vor die Kurve gerufen, um mit den Spielern zu springen. Unter Liechtensteinern hat der FCL eine beeindruckende Rückrunde hingelegt und sich nach einem mäßigen Hinspiel deutlich gesteigert. Fricks Mission, in der Liga zu bleiben, ist erfüllt!

Vor einem Jahr stieg er mit Vaduz in die Challenge League ab, nun hat er sich dieses fiese Déjà-vu erspart. Frick sagt: «Die Erleichterung ist riesig!» Die Spieler und der Verein hätten nach dieser enormen Anstrengung mehr verdient, als sie verdient hätten. Und er gibt zu: „Dieser Sieg war auch sehr wichtig für mich. Ich glaube, ich muss Ihnen nicht sagen, was es für meine Trainerkarriere bedeutet hätte, wenn ich zweimal hintereinander runtergekommen wäre.“

“Ich will diesen Vertrag erfüllen”

Seine gute Arbeit könnte auch andere Vereine in die Szene bringen, zumal das Trainererdbeben in der Super League in diesem Sommer bekanntermaßen riesig ist. Aber Frick sagt direkt: «Ich habe noch einen Einjahresvertrag. Und den will ich erfüllen.» FCL-Fans werden begeistert sein.

Die Fans? Ohnehin sind sie nach dem Spiel das große Thema bei den FCL-Protagonisten. Sowohl Torhüter Marius Müller als auch Vizekapitän Pascal Schürpf widmen den Sieg der breiten Öffentlichkeit. Müller: „So etwas habe ich noch nie erlebt! Diese Saison haben wir ein bisschen Scheiße zusammen gespielt, aber ausgebuht wurden wir noch nie.“

Müller ist “einfach stolz!”

Auch Präsident Stefan Wolf, der seit Jahren an einem Plan B für den Fall des Abschwungs arbeitet, ist nach der Rettung sehr zufrieden. Vor dem Match habe er “extreme Nervosität, enorme Anspannung und enormen Druck” gespürt; das ist weg. “Ich bin sehr froh, das getan zu haben.” Er weiß, dass der Niedergang massive finanzielle Folgen für den Verein gehabt hätte.

Aber Frick und seine Männer haben es geschafft, es in extremis zu reparieren. Müller sagt: „Ich bin einfach stolz!“

Superliga Credit Suisse

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