Es scheint Rache für das beschlagnahmte Öl zu sein …
Die iranische Revolutionsgarde sagte, sie habe am Freitag zwei griechische Öltanker im Persischen Golf entführt.
Alles geschah, nachdem Athen den Vereinigten Staaten geholfen hatte, einen iranischen Öltanker wegen angeblicher Verstöße gegen Sanktionen im Mittelmeer zu beschlagnahmen. Der Iran hatte deshalb am Freitag mit “Strafmaßnahmen” gedroht.
Das griechische Außenministerium sagte, es habe dem iranischen Botschafter in Athen eine deutliche Protestbotschaft wegen der „gewaltsamen Beschlagnahme von zwei Schiffen unter griechischer Flagge“ im Persischen Golf übermittelt.
In einer Erklärung des Ministeriums heißt es: „Diese Aktionen sind effektiv Piraterie.“
Am Freitag landete ein iranischer Hubschrauber auf dem griechischen Flaggschiff Delta Poseidon in internationalen Gewässern etwa 22 Seemeilen vor der iranischen Küste.
Bewaffnete Männer nahmen dann die Besatzung fest. Die Nationalitäten der anderen Besatzungsmitglieder wurden nicht genannt.
„Ein anderes Schiff unter griechischer Flagge mit sieben griechischen Staatsangehörigen an Bord meldete einen ähnlichen Vorfall vor der iranischen Küste“, sagte das Ministerium. Bei dem zweiten Schiff handelt es sich ersten Berichten zufolge um den Öltanker „Prudent Warrior“.
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Athen forderte die sofortige Freilassung der Schiffe und ihrer Besatzungen und sagte, solche Aktionen hätten “besonders negative Folgen” für die bilateralen Beziehungen des Iran und die Beziehungen zur Europäischen Union, der Griechenland angehört.
Ein Beamter des US-Verteidigungsministeriums sagte, die beiden vom Iran erbeuteten Schiffe hätten sich am Freitag iranischen Hoheitsgewässern genähert, bevor sie in iranische Gewässer getrieben seien.
► Die Schiffe schalteten auch ihre Ortungsgeräte aus, ein weiteres Warnzeichen, sagte der Beamte. Keines der Schiffe habe jedoch einen Notruf abgesetzt oder um Hilfe gerufen, sagte der Beamte.
Das zweite Schiff erwischt: der Öltanker Prudent WarriorBild: Shipspotting
Die Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen bleiben wegen der ins Stocken geratenen Verhandlungen über das rasch voranschreitende iranische Atomprogramm hoch.