Ist der Wechsel beim FC Augsburg geklärt?: Berichte über Trainer Maaßen irritieren den BVB

Ist der Wechsel beim FC Augsburg beschlossen? Berichte von Coach Maassen irritieren den BVB

06.06.2022, 11:19 Uhr

Der FC Augsburg scheint in Enrico Maaßen einen Nachfolger für Trainer Markus Weinzierl gefunden zu haben, oder? Borussia Dortmund verfolgt überraschend die rasante Entwicklung ihres U23-Trainers, bestätigt aber das Interesse der Augsburger.

Rund einen Monat vor Beginn der neuen Saison in der Fußball-Bundesliga bleibt die Trainerfrage beim FC Augsburg vorerst ungeklärt. BVB-Sportvorstand Sebastian Kehl hat Medienberichte vom Wochenende dementiert, wonach die Fuggerstädter im Begriff seien, Borussia Dortmunds U23-Trainer Enrico Maaßen zu verpflichten. „Ab sofort kann es keine Einigung, geschweige denn eine Umsetzung sein“, sagte Kehl den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Mehrere Medien hatten zuvor berichtet, dass der 38-jährige Augsburger Maaßen als Favorit auf die Nachfolge von Markus Weinzierl gilt. Der Deal stehe kurz vor dem Abschluss, sagte er. „Ich habe erst am Freitag einen Anruf bekommen und erfahren, dass Augsburg Interesse an einer Verpflichtung von Enrico Maaßen hat“, sagte Kehl und berichtete von genau einem Gespräch. “Ich bin ehrlich gesagt sehr irritiert, dass das Thema in den Medien auftaucht und hier sogar darüber berichtet wird.” Der Augsburger äußerte sich auf Nachfrage nicht zu dem Bericht.

Maassen steht seit Sommer 2020 an der Spitze der BVB-U23 und stieg mit talentierten Spielern in die 3. Liga auf. In der vergangenen Saison wurde das Team dort Neunter und hatte mit dem Abstieg nichts zu tun. Maaßen war zuvor als Trainer beim SV Drochtersen/Assel und beim SV Rödinghausen tätig. Er würde in schwierigen Zeiten die Kontrolle über den FCA übernehmen. Präsident Klaus Hofmann ist aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Der Mannschaft fiel immer wieder der Leistungswechsel auf. Und die Folgen von Weinzierls lautstarkem Abgang müssen auch in Schwaben zu spüren sein.

Nach dem letzten Bundesligaspiel am 14. Mai gegen die Spvgg Greuther Fürth verkündete Weinzierl seinen Abschied live im Sky-TV. Zuvor hatte Manager Stefan Reuter den Vorfall nicht gemeldet. Von einer Vertragsverlängerung war laut Weinzierl bis dahin keine Rede gewesen. Diese galt nur bis Ende Juni. Tatsächlich wurde die Verlängerung des Abkommens als Formsache angesehen. „Viele Gründe“ seien ausschlaggebend für den Abschied gewesen, sagte Weinzierl. Die Fuggerstädter beendeten die Saison auf dem 14. Platz, doch Reuter erwartete mehr.

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