Janis Moser: Der „Josi-Klon“ kann auch in der NHL Großes leisten

Manchmal trifft er auch: Janis Moser bejubelt sein Tor gegen Dänemark.Bild: keystone

Der Schweizer Verteidiger Janis Moser, 21, kann einen ähnlichen Weg gehen wie Roman Josi. Es gibt viele Parallelen. Doch jetzt gilt seine volle Konzentration dem WM-Viertelfinale am Donnerstag gegen die USA, dem Land, in dem er sein Geld verdient.

Roman Josi ist ohne Zweifel einer der besten Verteidiger der Welt. In der letzten NHL-Tabelle erzielte er in 80 Spielen unglaubliche 96 Punkte (23 Tore). Es besteht eine gute Chance, dass er zum zweiten Mal seit 2020 die Norris Trophy, den wertvollsten regulären Saisonsieger der NHL, abholt.

Es braucht also viel, um mit ihm verglichen zu werden. Moser kann es aber, auch weil er genau das gleiche Profil wie Josi hat. Benoît Pont, der als Videocoach für die Schweizer Nationalmannschaft arbeitet und einen Abschluss in Sportwissenschaften hat, erstellt es.

Konkret bewegt sich Moser genauso wie Josi, schießt gleich, hat die gleichen optischen Vorlieben: Es ist eben die gleiche Art von Eishockey, die man auf dem Eis sehen kann. Daher macht es für ihn mehr Sinn, als nur auf das Modell zu schauen, dem er folgt.

“Er weiß, wie Eishockey funktioniert”

Auch sonst gibt es viele Parallelen: Trotz seines jungen Alters ist er sehr erwachsen, übernimmt gerne Verantwortung und ist ein begnadeter Schlittschuhläufer. Und beide haben eine enorme Spielintelligenz. „Er liest das Spiel, er weiß, wie Eishockey funktioniert“, sagt Bundestrainer Patrick Fischer im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. „Viele andere können das Spiel auch lesen, haben aber nicht die nötige Technik. Er hingegen ist so gut, dass er wie Josi seine Ideen in die Tat umsetzen kann. Es ist ein tolles Geschenk.”

Außerdem hat Moser eine enorme innere Dynamik. Es ist lustig. Wenn Sie beispielsweise jünger sind als Sie sind, möchten Sie vielleicht herausfinden, warum. Es ist kein Zufall, dass er sich für Psychologie interessiert, insbesondere für jene Elemente, die ihm helfen, im Eishockey voranzukommen. Nach dem Motto: „Von nichts kommt nichts.“

Das NHL-Debüt früher als erwartet

Wie Josi wurde Moser in der Schweiz (in der Nähe von Biel) führend, bevor er vor einem Jahr den Schritt nach Nordamerika wagte. Anders als Josi schaffte er dort in seiner ersten Saison den Sprung in die NHL. Nach 18 AHL-Spielen für die Tucson Roadrunners debütierte er am 15. Dezember mit den Arizona Coyotes im Heimspiel gegen die New York Rangers (2:3) in der besten Liga der Welt.

Moser im Coyotes-Kostüm Bild: keystone

„Ich hatte gehofft, zumindest einen Großteil der Saison in der AHL zu spielen“, blickt Moser zurück. Am Ende bestritt er 43 Spiele bei den Coyotes mit einer durchschnittlichen Spielzeit von 18:41 Minuten. Er wurde sowohl im Power- als auch im Boxplay eingesetzt und erzielte vier Tore und elf Vorlagen. Die Anpassung an die NHL bereitete ihm keine großen Beschwerden, er sagt von sich selbst, dass es für ihn nicht so schwierig sei wie für andere, sich an ein neues Niveau zu gewöhnen.

Beeindruckt von Crosby

Den Sprung von der AHL in die NHL bezeichnet er beispielsweise als groß, die Spielintelligenz sei deutlich höher. “Die Spieler dort können dich viel besser lesen, sehen, was du vorhast, versuchen, dich in eine Falle zu locken.” Am meisten habe ihn Sidney Crosby beeindruckt, “wie stark er am Stock ist, wie gut er den Rekord verteidigen kann.”

Dass seine neue Heimat in den USA in der Wüste liegt, stört Moser nicht, im Gegenteil: „Wetter ist eines der schönsten Dinge. Mit Shorts, T-Shirt und Flip-Flops lässt es sich super trainieren.“ „Außerdem hat die Wüste viele Hügel und damit auch ihre schöne Seite. Es war nicht einfach, aber es war ziemlich gut. Du hast keine Referenz, weil du alles zum ersten Mal machst. Sie wissen nicht, ob Sie eine gute Entscheidung getroffen haben oder nicht. In zwei, drei Jahren konnte ich sehen, dass ich manches hätte besser machen können.“

Mission: Verdiene zu viel

Ich hätte es nicht zu schlecht machen sollen. Auf jeden Fall waren die Coyote-Beamten mit der Integration zufrieden. Für den Sommer in der Schweiz wurde er beauftragt, zu viel zu fangen, was bei dem deklarierten Gewicht von knapp über 78 kg und einer Körpergröße von 1,85 m keine Seltenheit ist.

„Das hilft in allen Bereichen des Spiels“, ist sich Moser bewusst. Insofern ist es von Vorteil, dass er nach der WM die RS der Athleten in Magglingen absolvieren und dort von den optimalen Bedingungen profitieren wird. Aber zuerst will er mit der Schweiz in Finnland eine Medaille gewinnen: Mit Gold hätte er Josi etwas mehr voraus. (ram / sda)

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