Jetzt warten die USA: Punkte, Tore, Schüsse: Nationales Eishockey dominiert die WM-Statistik. Darum geht es im Schweizer WM-Kalender

Gepostet am 26. Mai 2022, 5:02 Uhr

In fast allen Statistiken liegen die Schweizer nach der Gruppenphase vorne. Doch all das ist im Viertelfinale gegen die USA eine Verschwendung, denn jetzt geht das Turnier wieder los.

von Adrian Hunziker

(aus Helsinki)

Malgin beendete das Powerplay mit 3:2 gegen Deutschland.

SRF

Die Nati dominiert die Statistik

Torschützenkönig der WM-Vorrunde: ein Schweizer. Mehr Punkte nach sieben Spielen: der Schweizer. Mehr Tore in der Gruppenphase: der Schweizer. Die meisten Torschüsse: der Schweizer. Das Fischer-Team hat bisher die Weltmeisterschaft in Finnland dominiert. Derselbe Trainer ist zufrieden mit seinem Team: „Der Appetit der Mannschaft ist riesig, die Spielfreude ist da.“ Er versucht jedoch, ruhig zu bleiben, denn er und seine Spieler wissen, dass im Viertelfinale alles wieder von vorne beginnt. Wir schauen uns jedoch gerne diese beeindruckenden Zahlen an:

  • Denis Malgin führt die Torschützenliste mit zwölf Punkten (fünf Tore und sieben Assists) an.

  • Mit 20 Punkten fügte die Schweiz mehr Punkte hinzu als alle anderen, darunter Finnland, der andere Gewinner der Gruppe, mit 19.

  • Neben den Schweizern haben nur die Kanadier nach sieben Spielen 34 Tore erzielt.

  • Mit 248 Torschüssen steht die Nati wieder an der Spitze.

  • Bei der Schusseffizienz liegt die Schweiz mit 13,71 Prozent der Torschüsse hinter Deutschland und Kanada an dritter Stelle.

Ach ja, da ist noch was: 2013 gewann das Team die Gruppe mit 20 Punkten, bei einem Torverhältnis von +19. Am Ende war das Besteck der WM in Sichtweite.

Und dieses Jahr? Genau, diesmal beenden die Schweizer die Vorrunde mit einem Torverhältnis von +19.

So ist es bei der Nati

Die Nati gewann die Gruppe A in Helsinki klar mit sieben Siegen in sieben Spielen. Als Gruppensieger trifft die Schweiz im Viertelfinale der Gruppe B auf die Gruppe B. Am Donnerstag (ab 19.20 Uhr, 20 Minuten live im Ticker) trifft die Mannschaft von Trainer Patrick Fischer auf die USA.

Sieben WM-Siege konnte die Nati zuletzt 2013 erringen. Damals besiegten die Schweizer die USA im Halbfinale mit 3:0. Besorgniserregend sind die weiteren Weltduelle gegen die Amerikaner in den vergangenen Jahren: 2014 verlor die Nati in der Gruppenphase mit 2:3, 2015 1:3 im Viertelfinale. Die Schweiz hat also noch ein Konto zu begleichen.

Eine Zusammenfassung des Viertelfinals am Donnerstag:

  • Deutschland – Tschechische Republik: 15,20 ha Helsinki

  • Schweden – Kanada: 15:20 in Tampere

  • Schweiz – USA: 19.20 Uhr in Helsinki

  • Finnland-Slowakei: 19.20 Uhr in Tampere

Etwas anderer Modus

Sollte die Nati das Viertelfinale gegen die USA gewinnen, reist die Schweizer Delegation am Freitag nach Tampere. Dort werden in der Nokia Arena die beiden Halbfinals sowie das große und das kleine Finale ausgetragen. Im Halbfinale würden die Schweizer auf ihren ranghöchsten Rivalen treffen. Denn das Fischer-Team war in der Vorrunde mit 20 Punkten das beste Team.

In den KO-Spielen ändert sich das Gameplay ein wenig. Der Sieger bleibt nach 60 Minuten derselbe. Kommt es jedoch zu einer Verlängerung, dauert diese in den Qualifikationsrunden zehn statt fünf Minuten wie in der Vorrunde. Es wird auch mit drei gegen drei gespielt. Im WM-Finale dauert die Verlängerung sogar 20 Minuten. Fällt kein Tor mehr, also kein Sieger, muss das Elfmeterschießen entscheiden.

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