Bereits im Februar oder März soll Russland eine “entschiedene Offensivoperation” im Donbass planen. Die ukrainische Führung schlägt jetzt Alarm.
Nach Angaben des ukrainischen Militärs bereitet Russland einen neuen Angriff mit schweren Raketen auf die Ukraine vor. Die meisten Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte seien zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt und hätten damit Vorbereitungen für einen neuen Angriff signalisiert, sagte die Sprecherin des Südkommandos der Streitkräfte der Ukraine, Natalja Humenjuk, am Donnerstag im Fernsehen.
„Russland bereitet sich auf maximale Eskalation vor“
Russland hat seit Oktober schwere Raketenangriffe auf ukrainische Städte und Infrastruktur gestartet. Die meisten Marschflugkörper werden von Schiffen auf dem Schwarzen oder Kaspischen Meer und von strategischen Bombern abgefeuert.
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Laut Humenyuk sind nur noch zehn Schiffe auf offener See, die meisten davon U-Boote. Meist sind es noch viel mehr. „Sie lassen auf See eine Weile ihre Muskeln spielen, demonstrieren ihre Präsenz und Kontrolle über die Situation und steuern dann die Stützpunkte an, wo sie sich normalerweise auf Manöver für einen massiven Raketenangriff vorbereiten“, begründete er seinen Verdächtigen mit dem Erleben eines bevorstehenden Angriffs Anschläge.
“Der Krieg ist verloren”: Neue Putinpläne gegen Putin
In der Ostukraine haben die Angriffe der russischen Armee jedenfalls zugenommen. Nach Angaben des ukrainischen Militärs stehen die Stadt Bachmut und zehn umliegende Dörfer unter russischem Beschuss. Beim Einschlag einer russischen Iskander-K-Rakete in ein Wohnhaus in Kramatorsk sind nach offiziellen Angaben mindestens drei Menschen getötet und 20 weitere verletzt worden.
Putin ändert Strategie
Auch Kremlchef Putin will den Eindruck erwecken, Russlands Grenzregionen zur Ukraine stünden unter Dauerbeschuss, wie die amerikanische Denkfabrik “Institute for the Study of War” (ISW) berichtet. Experten zufolge will Putin eine angebliche Gefahr für Russland aufbauen und damit im eigenen Land Unterstützung für einen längeren Krieg gewinnen.
Als Reaktion auf die mutmaßlichen Angriffe in Belgorod, Brjansk und Kursk sollen russische Truppen im Nordosten der Ukraine gegen ukrainische Streitkräfte kämpfen. Im April vergangenen Jahres mussten sich russische Truppen aus der Nordukraine zurückziehen. Nun wolle Putin mit einer veränderten Propagandastrategie ukrainische Soldaten von den eigentlichen Kriegsschauplätzen weglocken, berichtet die Denkfabrik. Experten zufolge dürfte dieses Ablenkungsmanöver jedoch kaum aufgehen.
In der Vergangenheit kam es immer wieder zu kleineren Anschlägen in russischen Grenzstädten. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Drohnenangriffe auf Öldepots oder militärische Anlagen. Experten zufolge sind diese Aktionen jedoch weit davon entfernt, eine echte Bedrohung für Russland zu sein.
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