Bei der 22. Staatskonferenz in St. Louis erhielt sie laut Aussendung 97,6 Prozent der Stimmen. Pölten. Im Mittelpunkt der Veranstaltung unter dem Motto „Ein gutes Leben für alle“ standen neben den Lehren aus der Corona-Krise die Inflation, die Stärkung eines sozial finanzierten Sozialstaats und die Sozialkrise. Wieser ist seit 2013 Präsident der ÖGB-NÖ und Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich (AK).
Wieser forderte eine Senkung der Energie- und Treibstoffkosten, der Mieten und der Lebensmittelpreise. Die türkisfarbene Bundesregierung müsse “endlich handeln und dafür sorgen, dass die Lebenspreise auf ein erträgliches Maß gesenkt werden. Für viele ist die Situation jetzt existenzbedrohend”, betonte der wiedergewählte Präsident des ÖGB Niederösterreich. Er plädierte unter anderem auch für eine sechste Woche Urlaub nach 25 Berufsjahren, egal wie sehr er den Arbeitsplatz wechselte.
ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian erklärte als Gastredner, dass die Inflation inzwischen „nicht mehr nur die Ärmsten der Armen betrifft, sondern die Mitte der Gesellschaft erreicht hat“. Weiter erklärte er: „Wer denkt, dass er überhaupt denkt, dass wir im Herbst einen Tarifvertrag unter der Inflation abschließen, sagen wir: Niemals!“.
Neben Wieser wurde kürzlich auch sein Team in den Vorstand gewählt. Die folgenden Stellvertreter sind Didem Strebinger (Frauen), Thomas Schäffer (GPA), Sonja Strauß (GÖD), Matthias Diese (GÖD), Rudolf Silvan (GBH) und Horst Pammer (Leben).