5.06.2022 08:26 (Akt. 5.06.2022 08:26)
Die Unfallursache ist noch unklar © APA/AFP
Nach der Bergung der Opfer der Zugunglücksstelle in Garmisch-Partenkirchen konzentrieren sich die Helfer nun auf die Reinigungsarbeiten. Wie die Polizei mitteilte, wurden am Samstag keine weiteren Menschen tot aufgefunden. Aber es wurde nicht ausgeschlossen. Das Zugunglück – eines der schlimmsten der letzten Jahre – tötete fünf Menschen und verletzte mehr als 40 weitere.
Neben den Kränen kommen weitere schwere Bergegeräte für Reinigungsaufgaben zum Einsatz, wie beispielsweise ein 250-Tonnen Wanne-Eickel-Eisenbahnkran im Ruhrgebiet. Sie soll unter anderem dazu dienen, die Lokomotive wieder auf das Gleis zu heben, so ein Bahnsprecher. Die Arbeiten werden voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen.
Die Hauptstraße neben den Gleisen bleibt laut Polizei voraussichtlich bis Mitte der Woche einseitig gesperrt. Der Verkehr in Sindelsdorf (Kreis Weilheim-Schongau) wird von der BAB 95 in Richtung Garmisch-Partenkirchen umgeleitet.
Warum die Regionalbahn am Freitagnachmittag kurz nach der Abfahrt in Richtung München von den Gleisen gesprungen ist, ist noch unklar. Noch nie zuvor hatte es eine Kollision mit einem anderen Fahrzeug gegeben.
Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP), der am Samstag mit Bahn-Chef Richard Lutz die Unglücksstelle besuchte, versprach eine umfassende Aufarbeitung des Unglücks. Laut bayerischem Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) waren alle Experten vor Ort der Meinung, dass „die wahrscheinlichste Ursache ein technischer Defekt an Gleis oder Zug“ sein dürfte.