Für das ÖFB-Team war es die dritte Niederlage im dritten Spiel gegen Dänemark, doch nach den Niederlagen mit 0:4 und 0:1 in der WM-Wertung traten David Alaba und seine Teamkollegen mehr als auf Augenhöhe auf das Halbfinale der Europameisterschaft. -Finalisten. Mindestens ein Punkt wäre mehr als verdient gewesen. „Wir hatten acht Erstliga-Chancen, Dänemark nicht die Hälfte“, sagte der Deutsche und forderte: „In Zukunft, wenn es erstklassig ist, müssen wir das Spiel auf unsere Seite nehmen.“
Da dies nicht gelang, überwog bei Rangnick trotz einer erneut starken Leistung die Enttäuschung. Für die Mühen gab es keine Belohnung. „Das Spiel war nicht immer fehlerfrei, aber selten langweilig. Wir haben nicht immer alles unter Kontrolle, aber das ist gegen Rivalen wie Dänemark nicht einfach. Das Endergebnis ist nicht so gut. Die tatsächliche Belohnung von ein, drei Punkten wäre schön gewesen. Das haben wir uns verdient“, sagte Rangnick.
ÖFB-Team trotz Niederlage optimistisch
Trotz der 1:2-Niederlage gegen Dänemark überwiegt für den Chef des neuen Teams Rangnick und sein Team das Positive. Gegen den nächsten Rivalen, den Weltmeister Frankreich, gibt es Gelegenheiten.
Das ÖFB-Team hat nicht viel geschadet
Die Chancen waren da. Und das nicht nur in der zweiten Halbzeit, als Rangnick mit Marko Arnautovic, Marcel Sabitzer und Michael Gregoritsch die drei Torschützen des Spiels in Kroatien in die Pause kamen. Bei zwei Maximalchancen in der ersten Halbzeit – einem Pfostenschuss von Sasa Kalajdzic und einem Versuch von Konrad Laimer – urteilte der Linienrichter laut Rangnick im Abseits. „Beide Tore hätten laut VAR-Studien gezählt“, sagte der 63-Jährige.
Debatte
Was muss sich unter der Leitung des Rangnick-Teams ändern?
Rangnick war jedoch eine Enttäuschung. Abgesehen von den beiden Gegentoren hätten sie den Dänen nicht viel geschadet, sagte Rangnick. Besonders wenn Dänemark in Ballbesitz war, agierte die Mannschaft so, wie man sich den Kopf der Mannschaft vorstellte. Nur bei Ballbesitz habe man nicht immer die richtige Entscheidung getroffen, monierte der Trainer. “Wenn wir das eine oder andere genauer spielen, bin ich mir ziemlich sicher.”
Laimer und Schlager als Konstanten
Erfreulich ist auch, dass die Rotation auf dem Computer die Leistung nicht beeinträchtigt hat. Im Vergleich zum 3:0-Erfolg von Osijek stellte Rangnick neun neue Spieler in die Startelf. Sogar ein vollständiger Austausch der Erstausbildung stand im Raum. Diesen Gedanken verwarf Rangnick erneut aufgrund einer Verletzung von Hannes Wolf, der wegen Problemen an Schulter und Halswirbelsäule nicht spielen konnte.
Die einzigen beiden Spieler, die noch einmal spielten – und das in weiter Ferne – waren Laimer und Torschütze Xaver Schlager. Die beiden Ex-Salzburger verkörpern durch ihren unermüdlichen Einsatz den neuen Stil des ÖFB-Teamchefs. Rangnick lobte aber auch Nicolas Seiwald, den jüngsten Spieler der Mannschaft. “Er wird eine internationale Karriere haben. Als die Scouts hier waren, haben sie gesehen, dass er für sein Alter ein Ausnahmespieler ist“, sagte Rangnick über den 21-Jährigen.
GEPA/Johannes Friedl Nicolas Seiwald hat beim ÖFB gegen Dänemark die beste Leistung seiner noch jungen Karriere abgeliefert
Ungewöhnliche Situation wegen Stromausfall
Für Spieler, ob erfahren oder jung, war die Situation vor dem Spiel aufgrund des Stromausfalls alles andere als einfach. Volle anderthalb Stunden mussten die Protagonisten warten, bevor das Spiel begann. Rangnick musste seine Truppe wieder auf Betriebstemperatur bringen. In der Zwangspause habe er noch einmal eine Ansprache an die Mannschaft gehalten, „damit die Batterie wieder durchstarten kann“, erklärte der Deutsche. „Wenn du um 22.15 Uhr spielst, ist das ungewöhnlich. Es ist schwer, die Spannung hochzuhalten, aber beide Mannschaften haben es gut gemacht.“
Auch die Erholung muss stimmen, denn das Spiel gegen den Weltmeister (20.45 Uhr, live auf ORF1) steht bereits am Freitag in Wien auf dem Programm. „Gegen Frankreich brauchen wir eine möglichst ausgeruhte und frische Mannschaft. Gegen so eine Mannschaft muss der Akku wieder voll sein“, sagte Rangnick, der auch versprach, für das nächste Spiel einen Weg zu finden. Alles andere macht bei diesen Spielern keinen Sinn. „Wir erwarten gegen Frankreich eine ähnliche Energieleistung wie heute, nur mit einem anderen Ergebnis“, sagte Rangnick.