Tagesheizdieselmarkt: Ölpreise beginnen zu steigen; Heizdieselpreise steigen!

4. Juli 2022, 9:04 Uhr von Josef Weichslberger

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten endeten am Freitag mit Prämien und starten auch heute Morgen mit einem festen Trend in Asien. Dadurch werden die Heizdieselpreise in Deutschland leider mit mehr Aufschlägen in die neue Handelswoche starten.

September-Kontrakte für europäisches Öl „Brent“ aus der Nordsee liegen derzeit bei 112,05 US-Dollar pro Barrel, das US-Ölfass „West Texas Intermediate“ kostet knapp 109 US-Dollar pro Stunde. Der Euro ist gegenüber dem US-Dollar gesunken und handelt heute Morgen um 1,0430 $.

Die Versorgungslage am Ölmarkt bleibt angespannt, gleichzeitig verhindern Rezessionsängste einen weiteren deutlichen Anstieg der Rohölpreise. Die spannende Frage der kommenden Wochen und Monate wird sein, ob die Ölproduzenten die Mengen so stark steigern können, dass die Preise wieder deutlich fallen und nachhaltiger Schaden für die Weltwirtschaft noch verhindert werden kann. Momentan sieht es leider nicht so aus, denn die Organisation der OPEC+ hinkt mit den eigenen Förderzielen noch weit hinterher und es gibt immer wieder Probleme in großen Förderländern wie Libyen oder neuerdings auch Ecuador. Es ist auch nicht wahrscheinlich, dass der Iran bald viel mehr Öl auf den Markt bringen wird, da die Atomverhandlungen langsam bleiben und die Ölpreise infolgedessen hoch bleiben, was die Inflation weiter anheizt und die globale Wirtschaftstätigkeit verlangsamt. Leider stellt eine Rezession wohl die einzige Chance dar, dass die Nachfrage sinkt und sie wieder genug Energie hat Die Stimmung der Wirtschaft ist schlecht, aber wohl nicht verzweifelt. Der am Freitag veröffentlichte Einkaufsindex der Manager des verarbeitenden Gewerbes lag mit 52,1 Punkten knapp über den Erwartungen der Analysten. In den USA hingegen enttäuscht der ISM-Index mit nur 53 statt erwarteten 54,9 Punkten Die Zahl der aktiven Bohrinseln in den USA ist in der vergangenen Woche mehr oder weniger stetig gewachsen.

Am Devisenmarkt stand der Euro gegenüber dem US-Dollar am Freitag wieder unter Druck, konnte sich aber gegen Handelsende wieder etwas erholen. Der EU-Verbraucherpreisindex, der im Juni um 8,6 Prozent zulegte und damit stärker als erwartet ausfiel, hatte jedoch kaum Auswirkungen auf den Handel. In den USA wird heute der Unabhängigkeitstag gefeiert, daher sind keine großen Preisbewegungen zu erwarten.

Alles in allem sind die Bedingungen für den deutschen Heimatmarkt nicht gut, wo die Heizölpreise mit weiteren Anstiegen in den Tag starten werden, nachdem die Preise bereits am Freitag wieder positiv waren. Aktuelle Berechnungen und erste Preisentwicklungen lassen morgens mit einem Plus von gut einem Cent pro Liter rechnen. Die Nachfrage ist aufgrund der Bedenken hinsichtlich der Versorgung mit russischem Gas erheblich gestiegen. Obwohl die Preise für Heizdiesel nach wie vor hoch sind und auch in naher Zukunft hoch bleiben dürften, können sich Besitzer einer Dieselheizung in diesen Zeiten glücklich schätzen. Sie können Wärme tanken!

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