Umbau für mehr Tempo: Im Tesla-Werk in Grünheide stehen die Fließbänder still

Umbau für mehr Tempo Im Tesla-Werk Grünheide stehen die Fließbänder still

04.07.2022, 10:18 Uhr

Einem Bericht zufolge wird die Produktion im brandenburgischen Gig-Werk für zwei Wochen ausgesetzt. Weil das Arbeitstempo nur halb so hoch ist wie erwartet, will Tesla Prozesse ändern. Deshalb werden auch die Produktionslinien in Shanghai gestoppt.

Ab der zweiten Julihälfte soll die Produktion im Tesla-Werk Brandenburg deutlich schneller laufen. Um die Prozesse darauf einzustellen, wurde die Produktion Anfang des Monats für zwei Wochen ausgesetzt, wie “Teslamag” berichtet. Das Ziel also: nur 30 Sekunden pro Station sollen benötigt werden; Bisher werden 90 Sekunden erwartet, aber nur 180 Sekunden wurden erreicht.

Dem Bericht zufolge soll die Endkontrolle auf mehrere Bereiche verteilt werden, um die bisher notwendigen Nacharbeiten bei wirklich fertigen Modellen zu vermeiden. „Gelangen besonders erfolglose Exemplare an die Linie, sollten sie aus dem laufenden Prozess entfernt werden“, berichtet das Portal. Zudem könnte Tesla nach dem Produktionsstillstand mit der Fertigung von bisher aus China belieferten Einheiten beginnen.

Im Mai bewältigten die Grünheider Mitarbeiter nur 86 Model-Y-Vorführungen am Tag, berichtete Teslamag unter Berufung auf zwei “gut informierte” Quellen. Auch neu fertiggestellte Autos sollten intensiv inspiziert werden. Ende Juni meldete Tesla 1.000 produzierte Neuwagen in einer Woche. Nach der Fertigstellung der „modernsten, nachhaltigsten und effizientesten“ Fabrik des Elektroautoherstellers wollen die Amerikaner „Hunderttausende Model Y und Millionen Batteriezellen“ produzieren, heißt es auf der Website des Unternehmens. Bis zu 10.000 Autos pro Woche wollte Tesla-Chef Elon Musk zunächst in Brandenburg vom Band holen.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters soll auch die Tesla-Fabrik in Shanghai Anfang des Monats eine zweiwöchige Pause einlegen, um ihr Tempo zu erhöhen. Auch die Produktion wurde wegen der Krone unterbrochen. Musk bezeichnete die Werke in Grünheide und Texas in einem Auszug aus einem kürzlich veröffentlichten Interview als „riesige Geldverbrennungsanlagen“.

Aktuell muss Tesla das Model Y aufgrund einer Fehlfunktion der Software bergen. Das Kraftfahrt-Bundesamt hatte einen Fehler im Notrufsystem des Autos festgestellt. In den USA musste Tesla in den vergangenen Monaten eine Reihe von Rücknahmen einleiten.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *