Diese Rede geht einem unter die Haut: Steve Kerr, Trainer des NBA-Teams Golden State Warriors, attackiert amerikanische republikanische Politiker nach dem Anschlag auf eine Grundschule in Texas, bei dem 19 Kinder und ein Lehrer starben.
“Ich bin so müde! Ich bin es so leid, hier zu sitzen und den am Boden zerstörten Familien die besten Wünsche zu senden. Ich bin so müde von den Minuten der Stille. Genug”, sagt Kerr vor seinem Warriors-Playoff-Spieler gegen die Dallas Mavericks ( 109: 119). Der 56-Jährige kämpft mit den Tränen und schlägt mehrfach auf den Tisch. „Es gibt derzeit 50 Senatoren, die sich weigern, HR8 zu wählen. Dies ist eine Verordnung über Waffenkaufkontrollen, die das Repräsentantenhaus vor langer Zeit gebilligt hat. Es gibt einen Grund, warum sie nicht wählen: um an der Macht zu bleiben.“
Kerr, dessen Vater 1984 auf einem Campus in Beirut erschossen wurde, wandte sich daraufhin an Mitch McConnell, den Anführer der republikanischen Senatsminderheit: „Ich bitte Sie, Mitch McConnell und alle Senatoren: „Sie wollen die eigene Machtgier über das Leben bringen . unserer Kinder, unserer Ältesten und unserer Gläubigen? Denn so sieht es aus.”
“In der Schule, wo sollten sie sicherer sein!”
Kerrs Rede ging in den sozialen Medien viral und wurde von vielen großen amerikanischen Athleten geteilt. So auch NBA-Chef LeBron James, der nach dem Massaker mehrere Tweets schrieb: „Ich bete für die Familien und Angehörigen dieser Kinder. Jetzt sollte es genug sein. Sie sind Kinder und wir schicken sie in eine Gefahrenzone in der Schule Schule überall dort, wo sie sicherer sein sollten!” Und Ski-Weltcup-Gesamtsiegerin Mikaela Shiffrin postet auf Instagram ein schwarzes Bild, auf dem nur vier Worte zu lesen sind: „Waffengesetze fixieren. Jetzt.“ Auf Englisch: Waffengesetze reparieren.
Die Liste ähnlicher Äußerungen ließe sich von Magic Johnson (ehemals NBA) über Patrick Mahomes bis hin zu DeMarcus Lawrence (beide NFL) nahezu endlos fortsetzen. Ob der brennende Appell amerikanischer Sportstars an die Waffengesetzgebung daran etwas ändern wird, ist allerdings fraglich. Die Fronten zwischen der einflussreichen Rüstungslobby und den fortschrittlichen Kräften sind seit Jahren verhärtet. (cmu)
Mehr zum Massaker von Uvalde