Vater tot aufgefunden: „Du durftest gehen, wo du gerne warst“

Gepostet am 21. Juli 2022, 15:07 Uhr

Vater tot aufgefunden: „Du durftest gehen, wo du gerne warst“

Ittiger Markus J. kehrte nach einer Bergtour im vergangenen November nicht zurück. Jetzt gibt es Gewissheit: Der Vater zweier Kinder ist tot.

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„Wir sind sehr dankbar, dass wir den Deal jetzt abschließen können“, sagt Anina S. (links), eine enge Freundin des verstorbenen Markus J. (rechts).

Anina S.

Der Berner Familienvater Markus J. war seit letztem November vermisst worden. Seine sterblichen Überreste wurden im Mai gefunden.

Anina S.

Markus J. ist im November auf den Berg gewandert. Sein Auto wurde auf einem Parkplatz zwischen Lattenbach und Wimmis gefunden.

Google Maps

„Wir sind unbeschreiblich traurig, aber du durftest dorthin gehen, wo du gerne warst. Wir lieben dich und werden dich vermissen. Du wirst immer in unseren Herzen sein.“: Mit diesen Worten aus dem Nachruf nehmen Familie und Freunde Abschied. Markus J. *

Der Vater zweier Kinder aus Ittigen BE war von seiner Bergtour am Gehrihorn im November 2021 nicht zurückgekehrt. Sein Auto wurde auf einem Parkplatz zwischen Lattenbach und Wimmis gefunden, doch die Suche nach der vermissten Person blieb erfolglos.

Seit einigen Wochen herrscht für Angehörige Gewissheit: Markus J. ist tot. Ein Hubschrauberpilot habe im Mai seinen verwaisten Rucksack gesehen, sagt Anina S.*, die eine enge Freundin des passionierten Bergsteigers war. Kurz darauf wurden auch menschliche Überreste gefunden, die dann gerichtsmedizinisch untersucht wurden. „Ein paar Wochen später bekamen wir von der Polizei die Nachricht, dass es Markus war“, sagt S. innerhalb von 20 Minuten.

“Danke, dass Sie schließen konnten”

Der Tote wurde am Fuße eines steilen Abhangs gefunden. „Angenommen, er ist ausgerutscht“, sagt S. Der genaue Unfallhergang lässt sich jedoch nicht mehr rekonstruieren. Das Mädchen, das Markus J. oft auf seinen Bergtouren begleitete, geht davon aus, dass er vor seinem Tod nicht leiden musste: „Ich hatte die Bewässerungsanwendung auf meinem Handy installiert. Wäre er noch bei Bewusstsein gewesen, hätte er nach dem Unfall sicherlich die Rettungskräfte alarmiert.

Nach Monaten der Ungewissheit bringt die Nachricht von Markus‘ Tod vor allem eines: Erleichterung. „Wir sind sehr dankbar, dass wir das jetzt beenden können“, sagt S. Nach so langer Zeit glaubte fast niemand mehr, dass die vermisste Person noch lebte. „Ich habe vorher auch versucht, mich von Markus zu verabschieden. Aber dann bleiben diese Fragen im Hinterkopf: Was ist mit ihm passiert? Musste er leiden? Lebt er doch nicht?“ Nachdem J. gefunden wurde, können Familie und Freunde den Trauerprozess beenden.

* Den Verlegern bekannter Name

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Jüdische Fürsorge, info@vsjf.ch

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