Gepostet am 5. Juni 2022, 9:28 Uhr
Der Europameister Italien ist mit einem 1:1 gegen Deutschland in die Nations League gestartet. FCZ-Spieler Wilfried Gnonto bereitete das erste Tor vor. Nach seinem herausragenden internationalen Debüt wurde gefeiert.
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SRF
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihren ersten Härtetest in der Nations League gegen Europameister Italien mit einem Unentschieden beendet. Bundestrainer Hansi Flick zog am Samstagabend in Bologna mit 1:1 (0:0) unentschieden und offenbarte Schwächen aller Mannschaftsteile.
Zum Auftakt des anspruchsvollen Länderspielblocks verhinderte Joshua Kimmich mit seinem Tor in der 73. Minute Flicks erste Niederlage, kurz zuvor hatte Lorenzo Pellegrini (70.) vor 23.754 Zuschauern die italienische Führung markiert. Und das bei der Präsentation von FCZ-Spieler Wilfried Gnonto (18)! Der junge Schweizer Meister trat erstmals für Italien an und zeigte gleich ein starkes Azzurri-Debüt.
“Gut gemacht, Willy!”
Da? Matteo Politano musste wegen einer Knieverletzung vom Platz, in der 65. Minute hatte Roberto Mancini die Chance, das Ruder herumzureißen. Viel Glück! Nach einem feinen Zug in die Mitte hätte Pellegrini den Hausherren nach 73 Minuten beinahe ein Tor beschert, doch der letzte Schuss ging knapp am Tor vorbei. 1:0 hieß es für den Europameister, der bei der WM in Katar nicht dabei sein wird. Für den Sieg hat es zwar nicht gereicht, aber Gnonto dürfte nach seinem beeindruckenden Debüt mehr als zufrieden sein. Der FC Zürich reagierte während des Spiels und twitterte: «Bravo Willy!»
Nach dem Spiel wurde der junge Fußballer, der in der vergangenen Saison wettbewerbsübergreifend zehn Tore und fünf Vorlagen für den FCZ erzielte, gelobt. Und von allen Seiten! Mancini sagte gegenüber PK: “Gnonto ist ein starker Spieler, er kann alles, er ist extrem schnell und er ist 18 Jahre alt.” Und: „Er ist ein Stürmer mit tollen Qualitäten und kann sich noch stark verbessern.“ Auch die italienische Presse war absolut begeistert.
Der 18-Jährige ist bescheiden
Sky Sports schrieb: „Er ist reingekommen und es ist sofort entscheidend. Eine Ballkontrolle von rechts und eine niedrige Hereingabe, die Pellegrini vor dem leeren Tor findet. Dann eine Reihe von energischen und mutigen Vorstößen.“ “La Repubblica” sagte: “Mit einem ersten Funken verlässt er Kehrer und lässt Pellegrini jubeln. Er hatte noch nie in Italien gespielt: vom Haustier zum Star.” Es dauert nur einen Moment, um sich zu bemerkbar zu machen: eine große Bewegung nach rechts und eine giftige Flanke, so der „Corriere della Sera“. Er fügte hinzu: „Das Spiel endet als Mittelstürmer und die Deutschen haben Probleme, es zu kontrollieren. Er ist achtzehneinhalb Jahre alt. Ein Auserwählter“.
Und das gleiche “auserwählt”? Er gab Rai Auskunft darüber, wie er sich nach seinem erfolgreichen Debüt fühlt. „Das ist uns damals einfach aufgefallen. Ich genieße diesen Moment und jedes Training. Hier zu sein ist ein Privileg. Unser Trainer hat mir heute eine Chance gegeben und ich glaube, ich habe das Beste daraus gemacht“, sagte der 18-Jährige bescheiden: „Als Stürmer muss man etwas bewegen.“ Gnonto: FCZ-Spieler sprach auch von der Schweiz : “Ich bin ein großes Risiko eingegangen. Ich war bei Inter, meiner Heimat, aber es gibt Zeiten, in denen man schwierige Entscheidungen treffen muss.”