Nach Beginn des Krieges in der Ukraine verhängte der Westen Sanktionen gegen Russland. Betroffen sind beispielsweise auch die Oligarchen des Landes. Forscher suchen nach ihrem Vermögen: Laut EU-Kommission haben die Oligarchen dadurch rund zehn Milliarden Euro verloren. Davon stammten 2,3 Milliarden aus der Beschlagnahmung von Staatsschiffen im Besitz kremlnaher Oligarchen.
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Wie The Guardian berichtet, bedienen sich einige der superreichen Russen derzeit eines einfachen Tricks, um sich vor einer Beschlagnahme zu schützen: Sie schalten einfach das „Automatic Identification System“ (AIS), mit dem alle Schiffe einer bestimmten Größe ausgestattet sind, aus . . Sie können sie mit AIS in der Regel überall auf der Welt orten, solange das System eingeschaltet ist.
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Mehrere Yachten verschwanden
Nach Angaben der Zeitung sind durch diese Maßnahmen bereits mehrere Yachten verschwunden. Unter anderem die 72 Meter lange Yacht „Clio“ von Oleg Deripaska, einem Großaktionär des russischen Aluminiumkonzerns Rusal. Auch von der 70 Meter langen „Super New Galactica“ des russischen Geschäftsmanns Vagit Alekperow (71) fehlt jede Spur.
Auch die 140-Meter-Yacht „Ocean Victory“ von Viktor Raschnikow, dem Mehrheitseigentümer eines Stahlunternehmens, scheint vom Erdboden verschwunden zu sein. Das letzte Funksignal wurde am 1. März von einem Ankerplatz auf den Malediven empfangen. Möglicher Grund: Zwischen dem Inselstaat und den USA besteht kein Auslieferungsabkommen. Nach offiziellen Angaben der Schiffbauindustrie gibt es weltweit 9.300 solcher Vorgesetzten; es wird gesagt, dass jeder zehnte im Besitz von Russen ist.
Hubschrauberlandeplätze, Schwimmbad und Kino
Anfang Mai nahmen italienische Behörden die Megayacht „Scheherazade“ fest, die sich in einer toskanischen Werft befand. Den Namen des Eigentümers nannte das Ministerium nicht. Laut Medien könnte das Luxusboot Wladimir Putin gehören.
Das 2020 von der deutschen Firma Lürssen gebaute Schiff verfügt über zwei Hubschrauberlandeplätze, einen Swimmingpool und ein Kino. Es ist umgerechnet rund 670 Millionen Franken wert. (BH)