WM gesichert Der seltsame Torwart-Clown bringt Australien zum Jubeln
14.06.2022, 01:11
Er springt an der Torlinie von rechts nach links, schüttelt die Arme und schlägt mit den Beinen, und es gelingt: Der verstorbene australische Ersatztorhüter Andrew Redmayne rettet im Play-off-Finale gegen Peru mit seiner ungewöhnlichen Sprungtaktik zwei Elfmeter und sorgt für die Socceroos Welt. Teilnahme am Pokal.
Australien hat zum sechsten Mal das WM-Finale erreicht. Das Team um die beiden deutschen Legionäre Ajdin Hrustic von Eintracht Frankfurt und Jackson Irvine vom FC St. Pauli besiegte Ar-Rayyan, den fünftplatzierten Südamerikaner, am Montagabend im Ar-Rayyan-WM-Stadion mit 5:4 im Elfmeterschießen, nachdem er die Normalität verloren hatte. Spielzeit und Verlängerung waren 0-0.
Ersatztorhüter Andrew Redmayne, der in der 120. Minute Kapitän Mathew Ryan ersetzte, wurde zum Helden. Er machte alle Stopps auf dem Tor, um den Gegner im Elfmeterschießen zu irritieren, sprang auf die Linie, fuchtelte mit Armen und Beinen. Die verstörende Taktik funktionierte, Redmayne hielt zwei Elfmeter, bevor er von seinen Teamkollegen bejubelt wurde. Die Socceroos haben sich damit den vorletzten Platz für die Katar-WM vom 21. November bis 18. Dezember im interkontinentalen Playoff-Spiel gesichert.
Australien spielt in Gruppe D mit Frankreich, Dänemark und Tunesien. Peru verpasste seine sechste WM-Teilnahme trotz des leidenschaftlichen Applaus der Fans, die ins Ahmad-Bin-Ali-Stadion angereist waren, um für gute Laune auf die WM zu sorgen. Der 32. und letzte Platz wird an diesem Dienstag vergeben, wenn Neuseeland und Costa Rica ebenfalls im Ahmad-Bin-Ali-Stadion in Ar-Rayyan zu Gast sind. Der Sieger dieses Spiels tritt der Gruppe E mit Deutschland, Spanien und Japan bei. Im ersten von zwei Interkontinental-Playoffs in einem der WM-Stadien waren die Chancen zunächst gering. Auch zwei Versuche von Irvine, den Ball zu fangen, waren nur Versuche in der ersten Halbzeit.
Australien qualifizierte sich am Dienstag vergangener Woche für die entscheidende Entscheidung und geriet erst in der zweiten Halbzeit gegen Peru unter Druck. Erst nach über einer Stunde traf Christian Cueva das Seitennetz, bevor die Australier durch Aziz Behich und Hrustic kurz vor Ende der regulären Spielzeit knapp am Tor vorbeischrammten. Es passierte in der Verlängerung. Und auch das endete ohne Tore, der Peruaner Edison Flores traf mit mehr Gelegenheit nur den Pfosten.