Zurich verkauft das alte Lebensversicherungsportfolio an Viridium

Kunden mit einem Lebensversicherungsvertrag mit klassischer Zurich-Zinsgarantie werden künftig von einem neuen Eigentümer betreut. Der bisherige Bestand von 720.000 Verträgen geht in den Besitz der Viridium-Gruppe im hessischen Neu-Isenburg über. Nach dem Portfolio von Generali, das Vidium 2019 erworben hat, ist dies die zweitgrößte Transaktion des Abwicklungsspezialisten.

Felipe Krohn

Wirtschaftsredakteurin, zuständig für „Mensch und Wirtschaft“.

Die Gesellschaft verpflichtet sich gegenüber dem Versicherten, die Verträge mit allen bestehenden Verpflichtungen fortzusetzen. Das verwaltete Vermögen beträgt 21 Milliarden Euro. Der Insolvenzverwalter kann durch den Ankauf größerer Aktien effizienter agieren und so Kostenvorteile erzielen und die Kapitalanlage optimieren. Die Finanzaufsicht Bafin muss die Transaktion noch genehmigen. Anders als manche Politiker hat er das Siedlungsplattform-Modell aber nie grundsätzlich in Frage gestellt.

In einer Stellungnahme vom Freitag betonte Viridium, dass die Übertragung des Portfolios vor drei Jahren nicht zu Lasten der Kunden von Generali gegangen sei. Den Konten werden weiterhin die aktuellen Zinssätze gutgeschrieben. In diesem speziellen Fall ist sogar die Rate der Vertragskündigungen zurückgegangen. Vor der Transaktion waren es 3,1 Prozent, seitdem sind es 2,6 Prozent.

Fünfter Inventarkauf durch Viridium

„Versicherte können darauf vertrauen, dass wir uns voll und ganz auf die Erfüllung ihrer langfristigen Verträge konzentrieren und dabei von den finanziellen und operativen Vorteilen unseres Geschäftsmodells profitieren“, so Tilo Dresig, CEO der Viridium Gruppe, in der Mitteilung .


Mit dem fünften Portfolioankauf wird ein konsequenter Schritt in der Entwicklung der Gruppe getan, die sich im Gegensatz zum Wettbewerber Frankfurter Leben auf Policen mit garantierter Verzinsung spezialisiert hat. Diese Akquisition zeige, “dass Viridium mit seinem spezialisierten, auf den nachhaltigen Kundennutzen ausgerichteten Portfoliomanagement-Modell als verlässlicher Partner im Lebensversicherungsbereich fest etabliert ist”, kommentierte er.

Das Modell basiert darauf, dass gemäß der Mindestzuteilungsregelung Kostengewinne (mindestens 50 Prozent) und Erlössteigerungen (90 Prozent oder mehr) beim Kunden landen. Den Rest kann sich die Plattform selbst zuschreiben. Nach eigenen Angaben hat Viridium seinen abgetretenen Überschuss um 71 Prozent um durchschnittlich drei Jahre bei Generali seit der Übernahme gesteigert. Kritiker sehen im langfristigen Anlegerverhalten einen Unsicherheitsfaktor. Hinter der Viridium-Gruppe stehen zwei Branchenvertreter, Hannover Rück und Generali, sowie eine britische Investmentgruppe, Cinven.


Hinter dem Kaufmodell steht der Verband der Versicherer

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV sieht hingegen keine Nachteile in dem Modell: „Ein Portfolioverkauf – der streng von der Bafin kontrolliert wird – kann Vorteile für alle Beteiligten haben“, sagte Vorstandsvorsitzender Jörg Asmussen anlässlich des jüngsten Bestandsübertragung.

Wenn kleinere Aktionen zu einer großen Aktion zusammengeführt würden, könne die Plattform Synergien nutzen. Und auch für die Verkäufer überwiegen die Vorteile: „Verkaufende Unternehmen werden mehr Spielraum für ihren künftigen Marktauftritt haben.“ Versicherer sollten ihren Pflichten in jedem Fall nachkommen, Kunden könnten von den Synergien profitieren.

Generali hat rund vier Millionen Lebensversicherungsverträge an die Viridium-Gruppe verkauft. Was bedeutet dieser „Abfluss“ für die Versicherten?

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Lange vor anderen deutschen Lebensversicherern hatte sich Zurich von Produkten mit klassischen Garantien getrennt. Über die Schweizer Muttergesellschaft nahm sie einige Jahre vor der Einführung marktorientierterer Aufsichtsstandards in der Europäischen Union am Schweizer Solvenztest teil und wurde dadurch auf die wachsenden Risiken von Garantien in der Europäischen Union aufmerksam Phase. Er passte das Neugeschäft daran an und gab die alten Bestände in ein sogenanntes Leck.Ein Sprecher betonte, dass Zurich im fondsgebundenen Lebensversicherungsgeschäft weiter wachsen wolle.

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