Das 140 Meter lange deutsche Fregatten-Kriegsschiff bricht zur Nordflanke der NATO auf
26.05.2022, 12:07
Als Teil der schnellen Eingreiftruppe soll die Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ die Nordflanke der Nato stärken. Das Kriegsschiff fährt mit rund 220 Bundeswehrsoldaten an Bord nach Wilhelmshaven. Ein Beitrag zur Verteidigung der Allianz, sagt der Fregattenkapitän.
Die deutsche Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ verließ Wilhelmshaven, um bei der Sicherung der NATO-Nordflanke zu helfen. Das Kriegsschiff wird nach Angaben der Marineführung in den kommenden Monaten auch Teil der schnellen Eingreiftruppe des Militärbündnisses sein. An Bord der fast 140 Meter langen Fregatte befinden sich rund 220 Soldaten, darunter eine Besatzung aus der Slowakei. Es umfasst auch eine Gruppe von Spezialisten für medizinische und Marineluftfahrt mit zwei Hubschraubern an Bord.
„Nach einer Zwischenreparatur haben Schiff und Besatzung nun eine neunmonatige Einsatzausbildung mit klarem Fokus auf Aufgaben der Landes- und Bündnisverteidigung absolviert“, sagte Kommandant Hendrik Wißler laut Mitteilung der Marine. Es gehe nun darum, diese Fähigkeiten als Teil der schnellen Eingreiftruppe der Nato einzubringen, Einsatzbereitschaft zu demonstrieren und so zur Verteidigung des Bündnisses beizutragen, erklärte der Kommandeur.
Die Fregatte hat heute Morgen den Hafen verlassen. Zur Verabschiedung kamen die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium der Verteidigung Siemtje Möller und ihr slowakischer Kollege Marian Majer zum Stützpunkt. Familie und Freunde der Besatzung und ein Marine Corps nahmen ebenfalls teil.
Den genauen Ort nannte die Bundeswehr nicht: Generell erstreckt sich das Meeresgebiet an der Nordflanke der Nato über die Ostsee, die Nordsee und den Nordatlantik. Ende Februar, kurz nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine, wurden mehrere Schiffe der deutschen Marine von Kiel in die Ostsee geschickt. Nach aktueller Planung soll die „Mecklenburg-Vorpommern“ voraussichtlich im Juli nach Wilhelmshaven zurückkehren. Das Kriegsschiff wurde in der Vergangenheit unter anderem bei der „Operation Enduring Freedom“ im Rahmen der von den USA ausgerufenen Terrorbekämpfung eingesetzt.