15 “Leopard” sind nicht genug Deutscher Ringtausch mit der Slowakei droht zu explodieren
21.06.2022, 08:11 Uhr
Berlin will die Kampfpanzer „Leopard“ im Rahmen eines Ringtauschs an die Slowakei übergeben, wenn das Nato-Land Panzer aus seinen Aktionen nach Kiew überführt. Einem Bericht zufolge gibt es jedoch ein Problem bei den Verhandlungen. Daher sollte sich Bratislava mit der Anzahl der angebotenen Kampffahrzeuge nicht zufrieden geben.
Einem Bericht des Portals Business Insider zufolge verzögert sich ein auf zwei Monate angesetzter deutsch-slowakischer Ringtausch für Waffenlieferungen in die Ukraine, weil Berlin nicht genügend Panzer anbietet. Demnach würde die Slowakei 30 große sowjetische Kampfpanzer „T-72“ an die Ukraine liefern und im Gegenzug modernere deutsche Panzer als Ersatz erhalten.
Laut Business Insider lehnte Bratislava den Austausch letzte Woche ab, weil Deutschland 15 Leopard 2A4-Panzer angeboten hatte. Aus slowakischer Sicht ein zu kleiner Ersatz für die 30 “T-72”-Panzer, die zur eigenen Landesverteidigung an die Ukraine geliefert werden sollen. Dem Bericht zufolge sagte eine Sprecherin des slowakischen Verteidigungsministeriums, dass 15 MBT Leopard “keine Lösung für uns sein könnten, da wir 30 MBT für ein Panzerbataillon brauchen”.
Nach Angaben des Sprechers dauern die Verhandlungen noch an, es bleibt jedoch die Frage, wann es zu einer Einigung kommt. Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht hatte zuvor gesagt, dass der Austausch von Ringen mit Nato-Partnern, die von der Sowjetunion entworfene antike Waffen in die Ukraine liefern und Ersatz aus Deutschland bekommen könnten, “auf Kurs” sei.
Die Slowakei hat ihrem Nachbarn seit Kriegsausbruch bereits 154 Millionen Euro Rüstungshilfe gegeben. Dies erklärte der slowakische Verteidigungsminister Jaroslav Nad. Unter anderem schenkte das Nato-Land der Ukraine ihr einziges Raketenabwehrsystem. Damit die Slowakei dadurch nicht ungeschützt bleibt, haben Deutschland, die Niederlande und die USA insgesamt vier Patriot-Raketensysteme in der Slowakei installiert.
In einem ähnlichen Ringtausch will das relativ kleine Land sowjetische MiG-29-Kampfflugzeuge an die Ukraine liefern und einen eigenen geschützten Luftraum für Polen und Tschechien haben. Darüber hinaus hat Bratislava der ukrainischen Armee die Möglichkeit gegeben, ihre beschädigte Militärausrüstung bei einem Rüstungsunternehmen in der Ostslowakei nahe der Grenze zu reparieren.