Gepostet am 12. Juni 2022, 16:52 Uhr
Die Reinigungsarbeiten nach dem Grossbrand in Meilen ZH wurden am Sonntag fortgesetzt. Ein örtlicher Nachbar war Zeuge des Hafenbrandes in der Nähe.
Nach dem Brand im Hafen von Miles taucht ein Bild der Zerstörung auf: Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mehrere Millionen Franken.
20 Minuten / Adrial-Kloster
Am Samstag brannte ein Bootshafen in Meilen ZH. Roger lebt seit vielen Jahren in der Gemeinde. Er hat das Feuer am Samstag hautnah miterlebt. „Ich war zu Hause, als es plötzlich einen Schlag gab. Dann hörte ich zwei Kinder laut schreien: „Er hat das Haus sofort verlassen.“ Als ich am nahe gelegenen Hafen ankam, stand bereits ein Boot in Flammen. Ich habe sofort die Polizei alarmiert.“
Der Bewohner erklärt eine komplexe Rettungs- und Bergungsaktion. „Es war schwierig, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Es gab eine Kettenreaktion. Zunächst brannte nur ein Schiff. Dann breitete sich das Feuer plötzlich eines nach dem anderen auf die restlichen Boote aus. In wenigen Minuten brannte es.”
Ein anderer Zeuge schwamm in der Nähe, als er plötzlich einen Schlag hörte. “Zuerst dachte ich, ein Gasgrill wäre explodiert oder zwei Autos wären miteinander kollidiert.” Als er sich umdrehte, sah er die Rauchsäule. „Ich hatte Angst, weil ich nicht wusste, was passiert ist“, sagte der 44-Jährige.
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Roger de Miles hat das Feuer im Hafen von Miles hautnah miterlebt.
20min / sos
Im Hafen von Meilen ZH sind am Samstag mehrere Boote vollständig niedergebrannt.
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Dadurch entstand ein Schaden in Millionenhöhe.
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Der Bürgermeister spricht von „einem schönen Bild“
Wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte, wurden 16 Boote, das Dock und der Bootsschuppen in Brand gesteckt. Drei Menschen wurden leicht verletzt, ein zehnjähriger Junge musste mit Brandverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Gemäss Schätzungen der Kantonspolizei belief sich der Sachschaden auf mehrere Millionen Franken.
Die betroffenen Boote konnten sich bereits am Samstag aus dem Wasser erholen. Die Reinigung wurde am Sonntagmorgen fortgesetzt. Rund 50 Kubikmeter ölverschmutztes Wasser mussten von einer Kanalreinigungsfirma angesaugt und mit Hilfe der Kantonspolizei Zürich abtransportiert werden. Anschließend wurde die Baustelle gesäubert und die letzten verkohlten Teile eingesammelt und abtransportiert.
Bürgermeister Christoph Hiller ist nach wie vor empört über den Brand vom Sonntag. „Ich war gegen Ende der Löscharbeiten am Ort des Schadens und war beeindruckt, wie schnell sich das Feuer ausgebreitet hatte.“ Nach seinen Angaben waren die Retter wenige Minuten nach Ausbruch des Feuers vor Ort und hatten in Zusammenarbeit mit den kooperierenden Organisationen die Lage unter Kontrolle. „Es war kein schönes Bild: Der Sachschaden ist immens. Glücklicherweise hat das Feuer niemanden ernsthaft verletzt.“
* Den Verlegern bekannter Name
Karl-Heinz Benzinger ist traurig. Ihm gehörte eines der havarierten Schiffe.
20min / sos