2035 soll der Ausstieg gelingen: Die G7 plant den Ausstieg aus der Kohleenergie

Der Ausstieg soll 2035 gelingen, der G7-Kohleabschiedsplan

27.05.2022, 16:10

Das Pariser Klimaabkommen muss schneller umgesetzt werden, damit die Energieversorgung CO2-frei wird: Darauf einigen sich die Energie- und Klimaminister der G7-Staaten in Berlin. Bundesumweltministerin Lemke sagt, sie verlasse die Heimat “mit einem guten Gefühl”.

Die Industrienationen der G7 bekennen sich zum Ausstieg aus der Kohleverstromung. Zum Abschluss des Treffens der Klima-, Energie- und Umweltminister in Berlin bekennen sich die G7-Staaten erstmals zum Ziel einer weitgehend CO2-freien Stromversorgung bis 2035. Auch die Teilnehmer sagten nach Angaben des Auswärtigen Amtes zu in der Abschlusserklärung zu Ambitionen und zur Verdopplung der finanziellen Hilfen für die ärmsten Länder im Jahr 2025. Bundesklimaminister Robert Habeck sprach von einem „starken Signal für mehr Klimaschutz“. Während es nicht mehr möglich ist, die globale Erwärmung rückgängig zu machen, besteht die Aufgabe jetzt darin, sie zu verlangsamen.

Umweltministerin Steffi Lemke sagte: „Ich fahre heute Nachmittag mit einem guten Gefühl nach Hause, denn dieses G7-Treffen war ein Erfolg für den Klimaschutz, den Naturschutz und auch den Umweltschutz“. Deutschland führt derzeit den Vorsitz in der G7-Gruppe, zu der auch Frankreich, Italien, Japan, Kanada, die Vereinigten Staaten und Großbritannien gehören. An den Konsultationen in Berlin nahm auch Indonesien als Vorsitzender der größten G20-Gruppe teil.

Die ersten Reaktionen von Umweltschützern waren positiv. Die Entscheidung zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen sei „ein starkes und notwendiges Signal, ebenso wie die Absicht, den ärmsten Ländern dabei zu helfen, fossile Brennstoffe abzuschaffen und klimabedingte Schäden und Verluste zu bewältigen“, sagte der Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland, Martin Kaiser.

David Ryfisch, Leiter des Internationalen Klimapolitik-Teams der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch, sagte: „Die G7 haben im finalen Text eine erfreulich klare Antwort auf die durch den Angriffskrieg ausgelöste Energiekrise gegeben. Russland: Es beschleunigt den Ausbau der Erneuerbaren.“ Energie und Steigerung der Energieeffizienz.” In ihrer knapp 40-seitigen Abschlusserklärung bekennen sich die G7-Staaten unter anderem zu einer schnelleren Umsetzung des Pariser Klimaabkommens von 2015. Die Weltgemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. wenn möglich. Laut Weltklimarat sollen die Treibhausgasemissionen schnell und drastisch begrenzt werden.

100 Milliarde pro Jahr für die ärmsten Länder

Der britische Präsident der Weltklimakonferenz, Alok Sharma, betonte, dass das 1,5-Grad-Ziel eingehalten werde, aber weitere Anstrengungen nötig seien: „Wir müssen unseren Worten Taten folgen lassen.“ Um die Klimakrise und die Energiekrise zu überwinden, braucht es eine Unabhängigkeit von fossilen Energien. Sie wollen jährlich 100 Milliarden Euro an Entwicklungsländer spenden.

Auch die G7-Staaten wollen mehr tun, um die Biodiversität zu erhalten und die Meere zu schützen. Bis 2030 wollen sie mindestens 30 Prozent ihrer eigenen Küsten- und Meeresgebiete schützen. Sie verpflichten sich auch, die Verschmutzung der Ozeane durch Plastikmüll zu beenden und verpflichten sich, bis Ende 2024 ein internationales Abkommen zu erreichen.

Am Vormittag vereinbarten Vertreter Deutschlands und der USA eine engere Zusammenarbeit bei Energie und Klimaschutz. Die Arbeitsgruppen deutsch-amerikanischer Experten müssen in vier Bereichen dauerhaft zusammenarbeiten: Im Fokus stehen die Entwicklung der Offshore-Windenergiebranche, das Thema Wasserstoff, der Transport ohne Emissionen von Treibhausgasen, der Treibhauseffekt und die Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Schwellenländern.

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