25. Wiener Gemeinderat: Rechnungsabschluss 2021 (10)


Beratung des Geschäftsbereichs Soziales, Gesundheit und Sport

Wien (OTS / RK) – StR-Beauftragter Peter Hacker (SPÖ) bedankte sich bei allen Mitarbeitern der Unternehmensgruppe für das Gespräch. Ohne das Thema Covid gibt es keinen Rechnungsabschluss. Gesundheitspolitiker hätten hier eine besondere Aufgabe, auch wenn “das keiner mehr spürt”. Es ist immer noch ein globales Ereignis, das ernst genommen werden muss. „Wir haben uns für eine klare strategische Linie in der Stadt entschieden: Der Wiener Weg des Zusammenhalts ist nicht nur eine Floskel, sondern eine stadtweit gelebte Idee, die wir als Stadtvertreter mit Leben füllen.“ In Wien sind die Menschen auf dem Weg zu Sicherheit und Vorsicht. Der Stadtrat sagte, Mitarbeiter der „Amazing“-Unternehmensgruppe hätten dazu beigetragen und würden mit Leidenschaft arbeiten. Er dankte unter anderem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Impf- und Testlinien, der Krankenhäuser, der Wiener Gesundheitsämter, der Flüchtlingshilfe, der Rettungsdienste und der niedergelassenen Ärzte sowie den Erzieherinnen und Erzieherinnen. Dieser Zusammenhalt während einer Pandemie ist in einer 2-Millionen-Stadt nicht selbstverständlich. Hacker betonte, dass die Organisation und Logistik von Test- und Impfangeboten erst im vergangenen Jahr aufgebaut worden sei. Das zeigt, was der Wiener Weg bedeutet und was Mitarbeiter der „Oberen Führungsebene“ bieten würden.

Es war ein immenser Koordinationsaufwand, zunächst diejenigen zu unterstützen, die am stärksten gefährdet waren. Mit Impfstoffen im Gesundheitswesen, für Mitarbeiter des Gesundheitswesens, in Apotheken und Ambulanzen sei eine Impfstrategie umgesetzt worden, die „das Funktionieren des Gesundheitswesens sicherstellt“. Auch Personen, die in Blaulichtorganisationen, Pädagogen oder Einzelhandelsmitarbeitern arbeiten, wurden an erster Stelle eingestuft. „Es ging immer um ein solidarisches Miteinander, auch mit Wirtschaft und Industrie“, sagte Hacker. Auf diese Weise könnten 400.000 Impftermine von Mitarbeitern in 20.000 Unternehmen vereinbart werden. Und der Solidaritätsgedanke bedeutet auch, „auf die zu schauen, die es selbst nicht können“. Daher gab es in Wien Unterstützung für Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen. Hacker ist stolz darauf, dass Wien im Zuge einer Landesverordnung als erstes Bundesland Schutzzonen für Alten- und Pflegeheime erlassen hat.

Im Berichtsjahr betreute der Fonds Soziales Wien 111.000 Klientinnen und Klienten und betreute und bearbeitete 50.000 Förderanträge individuell. Der Kundenservice konnte sogar 300.000 Anfragen von Anrufern bearbeiten. Die Gesundheitsnummer 1450 erhielt sogar 3 Millionen Anrufe. Das ist eine tolle Leistungsbilanz einer öffentlichen Infrastruktur im Betrieb. „Und diese Stärke zeigt sich in Krisenzeiten, sei es in der Energiekrise, in einer Flüchtlingskrise oder während einer Gesundheitskrise. Wien steht in schwierigen Zeiten an der Seite der Menschen“, sagt Hacker. Auch eine Studie der MA 15 zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Teststrategie verdeutlicht den Erfolg von Pandemiemaßnahmen: In den ersten drei Monaten 60.000 Folgeinfektionen und 80.000 Tage vermeiden abgebaut und 240 Millionen Euro Mehrausgaben im Gesundheitswesen vermieden.

In den nächsten Jahrzehnten wird der Fokus auf mehr Investitionen und Modernisierungen liegen. Deshalb werde die größte Investitionsoffensive für Wiener Krankenhäuser gestartet, die „in den kommenden Jahrzehnten erfolgreich die beste Medizin nach Wien bringen wird“. Dazu leitete der Stadtrat die Umsetzung externer Erstversorgungssprechstunden und 36 weiterer Grundversorgungszentren, die 2025 entstehen werden. Im Fokus steht auch der Ausbau der Privatwirtschaft und der Kindermedizin. “Diese Gegend braucht unsere Ungeduld, dass hier etwas passiert.” Zum Glück würden hier alle Fraktionen zusammenkommen. Das Thema Armutsgefährdung ist eine Herausforderung. Dabei ist das Mindesteinkommen der Maßstab dafür, „wie wir den Menschen in unserer Stadt helfen. Wir werden es in Wien vorantreiben und noch weiter entwickeln.“

Abschließend stellte er fest, dass auch für den Sportbereich mit Investitionen in kleine Sportplätze, das Sportzentrum oder den Sport- und Freizeitpavillon ein riesiges Investitionspaket geschnürt wurde.

Beratung der Unternehmensgruppe Klima, Umwelt, Demokratie und Personal

GR-Ing. Udo Guggenbichler, MSc (FPÖ) kritisierte den Klimafahrplan als „Dokument“, das nur aus Schlagzeilen und Eigenwerbung bestünde. Es gibt keine Definitionen zur Umsetzung und eine schriftliche Anfrage an Klimaminister Czernohorszky wurde nicht beantwortet. Dies sei laut Guggenbichler demokratiepolitisch problematisch. Er stellte der Bundestagsfraktion einen Antrag zum Thema „Beschwerderecht beim Bürgermeister“. Viele Bereiche des Klimafahrplans blieben ungenau, etwa der Bereich thermische Erneuerung, der voraussichtlich 15.000 Arbeitsplätze schaffen wird. Ähnlich verhält es sich mit der Mischung von Energieformen und der Idee, erneuerbare Energien mit fossilen Brennstoffen zu mischen, beispielsweise im Taxibereich. Von der Taxigilde erhielt er keine Antwort. Der Guggenbichler zweifelte in diesem Zusammenhang das Werbebudget der MA 48 an und sagte, sie habe “ein größeres Budget als drei Bundesländer”. Außerdem unterhielt er 1948 eine historische Flotte und stellte Kampfflugzeuge ein. Er stellte auch die Schritte von Umweltminister Gewessler in Frage, der mit einem Privatjet nach Katar geflogen war, um “Menschenrechtskonformes Gas” zu organisieren. Machen Sie einfach eine kleine Internetrecherche, um herauszufinden, wie die Menschenrechte in Katar sind. Das ist eine Verhöhnung der Bevölkerung. Auch der Einbau einer Klimaanlage für 160.000 Euro zu Lasten der Ministeriumssteuern wäre nicht leistbar. “Das ist keine Klimapolitik!” Guggenbichler zeigte sich enttäuscht von Klimaberater Czernohorszky. Er riet dem Stadtrat, „von der Vergnügungspolitik von Ulli Sima wegzukommen“ und brachte zwei Anträge zur „Abschaffung des Wiener Verwertungsgesetzes“ und zum „Rückbau von Gewerbeflächen“ ein.

GR Dipl.-Ing. „Wir zahlen jetzt den Preis für die verzögerte Energiewende“, erklärte Dr. Stefan Gara (NEOS). Das hat mit der Entwicklung vieler Bereiche der Politik in den letzten Jahren zu tun. Ein „Ausweg“ ging verloren. Jetzt sind kurzfristige Maßnahmen erforderlich, um russisches Erdgas zu ersetzen. Die Situation ist der Vergangenheit geschuldet. „Aber jetzt machen wir Tabula Rasa und unternehmen Schritte, um dorthin zu gelangen, wo wir hinwollen.“ Es gibt auch einige, die nicht sofort wirksam werden. Die Klima-Roadmap ist ein sehr umfangreiches Paket, bei dem viele Schritte bereits umgesetzt werden. Erstmals wurde die vollständige Dekarbonisierung für mehrere Sektoren verankert. Es gibt keine andere Stadt wie diese. Dazu wurde auch die Organisation umstrukturiert, unter anderem mit einem Klimadirektor und einem breiten Jugendteam. Aufgrund des massiven Anstiegs der Gaspreise gibt es viele Fragen, wie man aus dem Gas herauskommt. Auch deshalb wurde an der MA 20 eine Koordinierungsstelle eingerichtet, die Vermietern und Mietern erste Informationen gibt. Gara betonte, dass viele Maßnahmen der Stadt bereits umgesetzt würden. Zum Beispiel die Förderung der Photovoltaik in allen Stadtteilen. Auf dem Dach des Rathauses wurden kürzlich Photovoltaikanlagen installiert, jetzt wird Strom für 600 Haushalte erzeugt. Auch zur Dekarbonisierung der Fernwärme gibt es konkrete Pläne. Die Wiener Energieförderung gleicht steigende Energiekosten und die Energiekrise aus. Gasaustritte sind ein zentrales Thema, Energieraumplanungen für Neubauten sind bereits abgeschlossen und die Nutzung von Abwärme wird überall reduziert, zum Beispiel in Kläranlagen. Ziel ist es, dass alle Bildungsgebäude in Zukunft klimaneutral und energieeffizient sind. „All diese Schritte werden zu einem klimafreundlichen Übergang führen“, sagt Gara. Dazu gehört auch eine deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs, und auch die Mobilität selbst muss verändert werden. Auch hier ist die Stadt aktiv. Klar sei, dass mit dem Klimafahrplan der Rahmen gesetzt sei und „alle Ressorts an der Umsetzung der Transformation arbeiten, um das Ziel zu erreichen, Wien bis 2040 klimaneutral zu machen“.

GRin Dipl.-Ing. Huem Otero Garcia (GRÜN) verwies auf die aktuelle Hitzewelle und prognostizierte, dass Hitzewellen wie die aktuelle in Zukunft häufiger auftreten werden. Menschen in besonderer Not würden darunter leiden. Daher braucht die Stadt eine intensive Begrünung durch vermehrte Baumpflanzungen und Parkplätze sollten nicht eingeschränkt werden. Nur so kann der Aufenthalt der Menschen in der Stadt verbessert werden. „Aber die jungen Bäume müssen gehegt und gepflegt werden, damit sie der Hitze der Stadt überhaupt standhalten“, betonte Garcia und kritisierte, dass Hunderte von Bäumen verdorren und absterben und dass viele Nachpflanzungen nötig seien. Daher wird ein Antrag zum Thema „Verbesserung der Pflege von Jungbäumen in Wien“ gestellt. Auch die Pflegepläne der Stadt müssen angepasst werden, damit diese Bäume ausreichend bewässert werden. Um die Pflege der Jungbäume zu gewährleisten, werden ausreichend Personal und Ressourcen benötigt. Garcia reichte auch einen Antrag für Badezimmerbrunnen ein, die eine niederschwellige Erfrischung und Abkühlung ermöglichen sollten, was in vielen Städten bereits gängige Praxis ist. Vor allem Kinder könnten sich so kurz abkühlen …

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