Nachdem am Freitag bei Weiden am See tote Tiere entdeckt und entfernt worden seien, seien am Samstag weiter südlich bei Illmitz tote Fische gefunden worden, so Sailer. Der Tod tritt am häufigsten in Küstennähe und in Schilfgebieten auf, manchmal auch an der Oberfläche offener Gewässer. Die Tiere wurden von Berufsfischern aus dem See gezogen.
30 Grad Wassertemperatur
Die durch die Hitze verursachte hohe Wassertemperatur – am Samstag wurden laut Wasserportal des Burgenländischen Hydrographiedienstes stellenweise mehr als 30 Grad Celsius gemessen – führe zu einem geringeren Sauerstoffgehalt im See, erklärte Sailer. Den Angaben zufolge starben vor allem Zander und Sichling (auch Ziegen genannt), die kühleres Wasser bevorzugen. Da es aufgrund des niedrigen Wasserstandes teilweise keine typischen Schichten von wärmeren und kühleren Bereichen im See gibt, können sich die Fische nicht mehr zurückziehen.
Regen- und Hitzevorhersage
Die Situation werde beobachtet, betonte Sailer. “Gegenwärtig schaffen es kommerzielle Fischer, die toten Fische zu entfernen”, sagte er. Die weitere Entwicklung hängt auch vom Wetter ab: Für die nächsten Tage werden hohe Lufttemperaturen und Regenschauer erwartet.
Aufgrund der Hitze am Montag erreichte der Wasserstand 115,04 Meter über der Adria, den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. In den folgenden Tagen war wieder ein Rückgang zu verzeichnen. Am Samstagnachmittag betrug der Wert nur noch 115,01 Meter über der Adria. Bei hohen Temperaturen liege der Abfall zwischen 0,7 und einem Zentimeter pro Tag, erklärte Sailer.