6. Etappe der Tour de France – Pogacar zeigt Ausdauer – Van Aert wird angespielt

  • Tadej Pogacar (SLO/UAE Team Emirates) sichert sich den Etappensieg bei der sechsten Etappe der diesjährigen Tour de France.
  • Der amtierende slowenische Meister gewinnt den Schlussspurt auf der längsten 220 Kilometer langen Strecke zwischen Binche und Longwy.
  • Der frühere Anführer von General Wout van Aert (BEL/Jumbo-Visma) setzte und musste das Gelbe Trikot an Pogacar abgeben.

Zwei Slowenen wurden zu Protagonisten im Endspurt der längsten Etappe der diesjährigen Rundfahrt. Nach 220 Kilometern startete Jumbo Visma-Fahrer Primoz Roglic den Sprint mit 400 Metern ins Ziel. Tadej Pogacar vom Team Emirates gab nicht auf und konterte den Angriff seines Landsmanns souverän.

Der amtierende 23-Jährige erzielte in Longwy nicht nur den Tagessieg gegen den Australier Michael Matthews und den Franzosen David Gaudu, sondern übernahm dank Zweitplatzierungen auch die Führung in der Gesamtwertung. Pogacar hat vier Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Neilson Powless (USA / EF Education-EasyPost).

Van Aerts Plan geht schief

Hätte sich derzeit ein Fahrer gegen das Feld behaupten können, wäre es der bisherige Gesamtführende Wout van Aert gewesen. Der Belgier fasste zunächst alles in einen Buchstaben und bekam eine hohe Kadenz. Vom flüchtigen Trio um Van Aert mussten zuerst Jakob Fuglsang und 36 Meilen später Quinn Simmons dieser Geschwindigkeit huldigen und sie rasen lassen.

Damit war der Weg für den 27-Jährigen mit dem Gelben Trikot frei, doch der Belgier hatte nicht die Kraft, alleine dorthin zu fahren. Van Aerts Vorsprung, der am Stück mehr als 2 Minuten und 45 Sekunden betragen hatte, wurde schließlich 11 Meilen vor der Ziellinie abgebaut. Auf dem Feld sind auch die beiden Schweizer Silvan Dillier (113.) und Stefan Bissegger (170.) vorgerückt, um den Belgier abzufangen.

Prognose für Freitag

In der 7. Etappe der diesjährigen Tour (ab 15 Uhr SRF-Info und App Sport) legten die Läufer 176,5 Kilometer von Tomblaine (bei Nancy) zurück, um die Planche des Belles Filles, einen bewaldeten Berg der Vogesen, zu bezwingen. Das Ziel auf 1140 Metern über dem Meeresspiegel wird die Läufer wirklich herausfordern: Sie müssen auf den letzten sieben Kilometern bis zur ersten Bergankunft der Strecke nicht weniger als 700 Höhenmeter bewältigen.

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