Vor 20 Jahren kamen bei der Jahrhundertflut in Oberösterreich drei Menschen ums Leben, es entstand ein Schaden von rund einer Milliarde Euro und Tausende Oberösterreicher verloren den größten Teil ihres Hab und Guts. Seitdem wurden 700 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert.
11.08.2022 17.38
Online seit heute, 17:38
Erddämme, Schutzmauern oder Rückhaltebecken: In Oberösterreich wurden in den letzten 20 Jahren viele Hochwasserschutzprojekte umgesetzt. Laut Landeshauptmann Thomas Stelzer und Katastrophenschutzministerin Michaela Langer-Weninger wurden bisher rund 700 Millionen Euro ausgegeben und weitere Projekte sind in Planung und Umsetzung.
Der Schutz hat 2013 gut funktioniert
Knapp über 180 Millionen Euro flossen bisher in den Bau der Machlandtalsperre im Stadtteil Perg, die mehr als 1.000 Häuser und denkmalgeschützte Kulturgüter schützt. Beim Hochwasser 2013 kamen Menschen von Mauthausen bis St. Nikola sei vor dem Donauhochwasser geschützt gewesen, so Stelzer.
Weitere große Baumaßnahmen sind geplant
Im Herbst soll das Rückhaltebecken Krems-Au in Nußbach und Wartberg an der Krems fertiggestellt werden. Im Jahr 2030 sind im Eferdinger Becken, im Oberen Donautal und im Linzer Zentrum Hochwasserschutzmaßnahmen in Höhe von insgesamt 350 Millionen Euro geplant. Umwelt- und Klimastaatsrat Stefan Kaineder betont, dass nicht nur in den direkten Hochwasserschutz investiert, sondern auch Warn- und Vorhersagesysteme ausgebaut wurden.