Wolfsangriff für denkbar
71 Schafe stürzten im Bündner Oberland
71 Schafe aus dem Bündner Oberland stürzten am Samstag rund zehn Meter über einen Felsen. 24 starben, 19 mussten an ihren Wunden sterben. Der Wildhut hält einen Wolfsangriff für denkbar.
Der Vorfall habe sich tagsüber auf der Alp Cristalina im Val Medel nahe dem Lukmanierpass ereignet, sagte Arno Puorger vom Amt für Jagd und Fischerei (AJF) am Montag auf Anfrage nach einem Bericht von Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR).
Laut dem Leiter der großen Raubtiere ist ein Zusammenhang mit einem Wolfsangriff sehr gut möglich. Die Hinweise würden darauf hindeuten. Ein direkter Zusammenhang kann derzeit jedoch nicht nachgewiesen werden.
Obwohl die Alp geschützt ist, wurde der Vorfall aufgrund des unübersichtlichen Geländes von niemandem beobachtet. In der nächsten Nacht bemerkte der Wildhüter jedoch mehrere Wölfe in der Gegend. Auch ein Schaf hatte Bisswunden am Hals. Die Schafe gehören zur betroffenen Herde, aber nicht zur gefallenen Gruppe.
Für weitere Einschätzungen sei es noch zu früh, sagte Puorger gegenüber Keystone-SDA. Das Amt für Jagd und Fischerei führt mehrere Ermittlungen durch und hat auch eine DNA-Probe veranlasst.
Die Herde wird mit den üblichen Maßnahmen geschützt. Neben einem Hirten gibt es Wachhunde. Außerdem verstecken sich Schafe nachts in einem eingezäunten Bereich.
(SDA)