7,5 Jahre Haft: Ein Mann entführt eine Sexarbeiterin aus der Straßenprostitution und vergewaltigt sie.

Gepostet am 25. Mai 2022, 4:31 Uhr

Er behandelte Kokain und vergewaltigte eine Sexarbeiterin. Aus diesem Grund verurteilte das Strafgericht einen 29-jährigen Mann zu Haft und Landesverweisung.

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2015 entführte ein Mann eine Sexarbeiterin bei einem Spaziergang im Luzerner Ibachquartier.

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Im Sagenwald von Buchrain vergewaltigte der Mann die Sexarbeiterin und zwang sie zum Oralsex.

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Das Luzerner Strafgericht befand den Mann unter anderem wegen Vergewaltigung und mehrfacher sexueller Übergriffe für schuldig.

20 Minuten / Gianni Walther

Ein 29-jähriger Mann wurde vor einem Strafgericht wegen Vergewaltigung, mehrfacher sexueller Übergriffe, Freiheitsberaubung und Entführung sowie mehrfacher Drogendelikte verurteilt.

Die Sexarbeiterin warnte ihren Partner

Im Dezember 2015 fuhr der 23-Jährige mit einem Partner zum Strassenprostituierten an der Reusseggstrasse in Luzern. Mit einer örtlichen Sexarbeiterin arrangierte sie Sex für ihn und seinen Beifahrer auf dem Rücksitz des Autos. Dies soll dort geschehen, wo Straßenstriche stattfinden. Als die Sexarbeiterin einsteigen wollte, stieß der Mann, der gegangen war, sie später ins Auto. Dem Urteil zufolge steht fest, dass die Frau “gegen die Fenster geschlagen und geschrien hat, als sie von der Straße wegging”. Die Sexarbeiterin rief eine Kollegin an, die wiederum die Polizei rief. Der Interessent versuchte, die Route mit Ampeln zu beschreiben.

Im Sagenwalder Ortsteil Buchrain zwang der Mann die Sexarbeiterin zum Oralsex, vergewaltigte sie und befahl ihr auch Oralsex mit ihrer Beifahrerin. Inwieweit der Copilot eine Straftat begangen hat, wird in einem gesonderten Verfahren beurteilt. Sie seien dann mit dem Auto zurückgefahren, der Betroffene meldete sich telefonisch bei seiner Lebensgefährtin. Etwa 500 Meter von der Straße entfernt wurde sie bewusstlos aufgefunden und ins Krankenhaus gebracht.

Nichteinhaltung des Betäubungsmittelgesetzes

Der Verurteilte verstieß auch gegen das Betäubungsmittelgesetz. Laut Urteil steht fest, dass er 2019 “mehrere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz mit insgesamt 2316,8 g Kokain begangen hat”. Er habe es beschafft, in Portionen geteilt und an “mehrere Käufer” verkauft.

Das Strafgericht verurteilte den Portugiesen zu sieben Jahren und sechs Monaten Haft. Ihm werden bereits entstandene 746 Tage Freiheitsentzug ausbezahlt. Außerdem wird der Verurteilte für zehn Jahre des Landes verwiesen. Zudem muss er der betroffenen Frau Entschädigung und Anwaltskosten von rund 47’900 Franken bezahlen. Der Satz ist fest.

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