Russland sei bereit, mehrere Optionen für ungehinderte Getreideexporte zu erörtern, darunter den Transport von ukrainischem Getreide aus dem Schwarzen Meer, sagte Moskau. Spannungen auf dem Lebensmittelmarkt könnten auch durch eine Senkung der Sanktionen abgebaut werden, sagte Putin. Russland könnte seine Exporte von Düngemitteln und Agrarprodukten intensivieren.
Nach Angaben der Bundesregierung beklagten Scholz und Macron die angespannte Lage auf dem Weltlebensmittelmarkt. „Präsident Putin hat versprochen, dass die Öffnung des Minengürtels, der zum Schutz ukrainischer Häfen für den Export von Getreide per Schiff vorgenommen wurde, von Russland nicht für offensive Aktionen missbraucht wird“, sagte Hebestreit. Die Vereinten Nationen sollten bei der Erzielung und Umsetzung eines Abkommens eine zentrale Rolle spielen.
Dem Bericht zufolge berichtete der Kremlchef auch über den Verlauf der militärischen Spezialoperation, wie Putin Krieg nennt. In der von russischen Truppen besetzten Hafenstadt Mariupol und anderen Städten am Donbass werde “systematisch an der Wiederherstellung des friedlichen Lebens gearbeitet”.
In dem Gespräch forderten die Kanzlerin und Macron aus eigener Initiative auch Russland auf, die humanitäre Lage der Zivilbevölkerung zu verbessern. Putin hat versichert, dass die in der Hafenstadt Mariupol gefangenen Kämpfer gemäß den Anforderungen des humanitären Völkerrechts behandelt werden. Auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz soll ungehinderten Zugang zu Gefangenen haben. In Paris hieß es, Macron und Scholz hätten die Freilassung der Kämpfer gefordert.