“Underground Meter Dinners” Iran zeigt eine unterirdische Drohnenbasis
29. Mai 2022 um 14:12 Uhr
Der Iran hat nach eigenen Angaben mehr als hundert “Kampf-, Aufklärungs- und Angriffsdrohnen” auf einem geheimen Stützpunkt geparkt. Jetzt zeigt das Staatsfernsehen Bilder der Anlage. Die Basis soll hunderte Meter unter der Erde liegen.
Der Iran sagt, er habe eine unterirdische Luftwaffenbasis für Drohnen. Das iranische Staatsfernsehen zeigte am Samstag erstmals Aufnahmen der Basis: Mehr als hundert „Kampf-, Aufklärungs- und Angriffsdrohnen“ seien auf der Basis unter dem Sagros-Gebirge im Westen des Landes geparkt, sagte er.
Die Basis wurde bisher geheim gehalten.
(Foto: IMAGO / ZUMA Draht)
Das Staatsfernsehen berichtete über einen Besuch des iranischen Stabschefs Mohammed Bagheri und des Armeechefs Abdolrahim Musawi in den unterirdischen Einrichtungen. Der genaue Standort der Drohnenbasis wurde nicht genannt. Der Journalist sagte, er sei fast 40 Minuten lang mit verbundenen Augen mit dem Hubschrauber aus der Stadt Kermanshah geflogen. Die Basis befindet sich “einige hundert Meter unter der Erde”, sagte Musawi. Flaggschiff der Drohnenflotte ist laut Staatsfernsehen die „Kaman-22“, eine mit Flugkörpern bestückte Drohne, die mindestens 2000 Kilometer weit fliegen kann. Da Drohnen in der Region zunehmend eingesetzt werden, müsse der Iran wachsam sein und seine Ausrüstung auf dem neuesten Stand halten, sagte Bagheri laut Iran International in einer Rede vor anwesenden Kommandanten und Ingenieuren.
Die Vereinigten Staaten und Israel haben den Iran beschuldigt, Drohnen an seine Verbündeten im Nahen Osten geliefert zu haben, darunter die libanesische Hisbollah-Miliz, die Regierung des syrischen Machthabers Bashar al-Assad und jemenitische Houthis-Rebellen. Das US-Finanzministerium hat im Oktober Sanktionen gegen das Drohnenprogramm der iranischen Revolutionsgarden verhängt. Washington hat die Elitetruppe beschuldigt, hinter Drohnenangriffen auf eine Ölraffinerie in Saudi-Arabien im September 2019 und auf einem Handelsschiff vor der Küste des Oman zu stehen, bei dem zwei Besatzungsmitglieder getötet wurden. Der Iran hat die Vorwürfe zurückgewiesen.