Wie gesund ist Schlaf?
Jeder Mensch hat ein ganz individuelles Schlafbedürfnis. Daher gibt es keine allgemeingültigen Aussagen darüber, wie lange jeder nachts schlafen sollte. Das Schlafbedürfnis hängt von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel dem Alter. Neugeborene schlafen locker 14 bis 18 Stunden am Tag, während es Erwachsene gibt, denen sechs Stunden Schlaf vollkommen genügen. Auch Hormone spielen dabei eine wichtige Rolle. Wenn es abends dunkel wird, schüttet der Körper Wachstumshormone und Melatonin aus. Sie lassen dich schlafen. Bei Tageslicht produziert der Körper mehr Cortisol. Das weckt den Körper auf. Das Wichtigste ist die Schlafqualität und nicht, wie viele Stunden jemand geschlafen hat. Vier bis sechs Stunden reichen für eine gute körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.
Was ist, wenn Sie nicht genug Schlaf bekommen?
Wenn Sie nach einem anstrengenden Tag früh ins Bett gehen, um am nächsten Tag wieder in Form zu kommen, tun Sie sich selbst einen Gefallen. Doch meistens ist die Freizeit am Abend zu angenehm und viele genießen sie bis zum Schließen der Augen. Dies kann sich jedoch langfristig negativ auf Ihre Gesundheit auswirken.
Wer nachts zu wenig schläft, weil er Probleme beim Einschlafen oder Durchschlafen hat, muss mit einem Leistungsabfall rechnen. Wer müde ist, kann sich nicht richtig konzentrieren. Außerdem erhöht es das Risiko, an bestimmten Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder anderen Herzerkrankungen zu erkranken. Schlafforscher haben außerdem herausgefunden, dass Menschen, die ausreichend Schlaf bekommen, etwa fünf Jahre länger leben.
Was kann jeder tun, um gut zu schlafen? – Nachtrituale
Nachtrituale wirken sich nachhaltig auf die Schlafqualität aus. Die Ein- und Durchschlafprobleme lassen mit der Zeit nach und ein gesunder, erholsamer Schlaf stellt sich ein.
Ein schönes und entspannendes Vollbad
Wie wäre es zum Beispiel mit einem entspannenden Bad vor dem Zubettgehen? Das Licht ist besser gedimmt. So können nun Körper und Seele schließen und entspannen. Das warme Wasser fühlt sich angenehm und gemütlich an. Nach so einem entspannenden Vollbad kann sich der Körper so richtig erholen. Wenn Sie diese Phase der Tiefenentspannung zum Zubettgehen nutzen, können Sie erholt einschlafen.
Ein neuer Duft
Auch Gerüche helfen dem Körper, sich zu entspannen. Ein neuer Duft kann sich sehr positiv auswirken. Wer über längere Zeit immer den gleichen Duft verwendet, trainiert seinen Körper. Dies erinnert an den Geruch und verbindet ihn mit einer guten Nachtruhe. Vanille und Lavendel eignen sich besonders gut für das Schlafzimmer.
Die richtige Zeit
Jeder hat bestimmte Routinen in seinem täglichen Leben. Das kann die Arbeitsweise sein, das Hausputzritual am Wochenende oder das abendliche Ritual für einen gesunden Schlaf. Für ein effektives Nachtritual sollten Sie immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen. Körper und Geist können trainiert werden. Je regelmäßiger das Ritual stattfindet, desto besser. Mit der Zeit wird der Körper gleichzeitig natürlich müde.
Honig als Betthupferl
Abends vor dem Fernseher essen viele Menschen einen kleinen Snack wie Chips oder ein Stück Schokolade. Honig und Walnüsse eignen sich am besten als Betthupferl. Honig passt gut zu einem heißen Getränk wie Milch oder Kamillentee. Honigglukose verhindert, dass der Körper Hormone produziert, um Sie wach zu halten. Walnüsse enthalten Tryptophan, eine Aminosäure, die die Melatoninproduktion anregt.
Essen Sie abends etwas Leichtes
Vor dem Schlafengehen ist es sinnvoll, mit dem Essen von zu viel Fett und dem Essen von zu viel aufzuhören. Ein leichtes Abendessen kann bereits das erste Ritual sein, um einen gesunden Schlaf vorzubereiten. Das Abendessen sollte etwa drei Stunden vor dem Schlafengehen sein. Dann hat das Verdauungssystem genug Zeit, die Nahrung zu verarbeiten. Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft kann die Verdauung unterstützen. Zudem sorgt leichte Aktivität an der frischen Luft für Entspannung.
Abends abschalten
Die meisten Menschen sind bis spät in die Nacht mit ihrem Smartphone beschäftigt. Doch das blaue Licht auf dem Bildschirm lässt den Körper nicht einschlafen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, das Smartphone frühzeitig bis zum nächsten Tag liegen zu lassen. Das gilt übrigens auch für den TV-Bildschirm. Neben dem blauen Licht verhindern auch die Inhalte der Filme und Serien das Einschlafen des Geistes.
Entspannungsübungen
Auch wer normalerweise körperlich aktiv ist, Entspannungsübungen macht oder meditiert, kann seine Ein- und Durchschlafprobleme beseitigen. Gerade bei Entspannungstechniken ist es zunächst wichtig, diese unter professioneller Anleitung richtig zu erlernen. Dann ist die korrekte Ausführung der Übungen gewährleistet. Tägliche Bewegung, am besten kurz vor dem Schlafengehen, hilft dem Körper, sich zu beruhigen.