Bundesliga-Pressekonferenz
Lewandowski bricht öffentlich mit dem FC Bayern
Stand: 16:06 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
“Für den FC Bayern ist die Geschichte vorbei”, sagte Lewandowski
Robert Lewandowski drängt auf einen sofortigen Abgang der Münchner. „Meine Geschichte beim FC Bayern ist vorbei. Eine weitere gute Zusammenarbeit kann ich mir nicht vorstellen“, sagte der Stürmer am Montag auf einer polnischen Bundespressekonferenz.
Robert Lewandowski will den FC Bayern verlassen, konnte es bisher aber nicht. Bislang hielt sich die polnische Kritik in Grenzen, aber jetzt hat sich der Ton so verschärft, dass kein Platz mehr ist. Vor allem, weil der Deal mit einem Nachfolger nah ist.
Während Robert Lewandowski im Urlaub ist, arbeiten ihre Chefs mit Hochdruck an der Mannschaft der Zukunft. Der Stürmerstar des FC Bayern war kürzlich an der Côte d’Azur, besuchte die Filmfestspiele von Cannes und das Formel-1-Rennen in Monaco und feierte am Wochenende in einem Restaurant. Es könnte seine letzte Sommerpause als Münchner Stürmer sein.
Lewandowski könnte den Verein noch vor der neuen Saison verlassen, ein Wechsel zum FC Barcelona wird diskutiert. Im Formel-1-Rennen sagte er dem polnischen TV-Sender „Eleven Sports PL“: „Spanien ist großartig. Wir haben ein Haus auf Mallorca. Das Gefühl für Spanien ist da und ich denke, es ist ein sehr guter Ort, nicht nur um weiterzumachen.“ Ferien. “
Am nächsten Tag war Lewandowski schon beim polnischen Team und machte weiter. Diesmal weniger moderat. Der Stürmer hat öffentlich mit dem FC Bayern gebrochen, anders lassen sich seine Aussagen nicht interpretieren. “Meine Zeit beim FC Bayern ist vorbei. Ich sehe keine Möglichkeit, weiter für diesen Verein zu spielen. Der FC Bayern ist ein seriöser Verein und ich glaube nicht, dass sie mich behalten werden, ich möchte nicht mehr spielen. Ein Transfer.” ist die beste Lösung. Ich hoffe, das hält mich nicht auf “, sagte Lewandowski auf einer Pressekonferenz.
Jetzt müssen die Bayern noch mehr nachfragen, ob es Sinn macht, auf Vertragserfüllung zu bestehen. Zumal Vereinschef Oliver Kahn bereits am Samstagabend einen möglichen Nachfolger von Lewandowski im Blick hatte: Sadio Mané.
Liverpools Stürmer Sadio Mané zeigte sich nach dem Endspiel gegen Real sehr enttäuscht und könnte nun nach München wechseln
Was: AFP / FRANCK FIFE
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Der Geschäftsführer des deutschen Rekordmeisters hat beim Champions-League-Finale zwischen dem FC Liverpool und Real Madrid (0:1) im Pariser Stadion auf der Tribüne gesessen. Mané sagte kürzlich, er werde sich nach dem Finale zu seiner Zukunft äußern. Die Bayern sind von einem Transfer überzeugt. Mané, 30, ist der Spieler seiner Träume.
Mané hielt eine Abschiedsrede
Nach dem Match soll Mané eine Art Abschiedsrede am Fernsehmikrofon gehalten haben. Auf Twitter, das auf Liverpools Portal „Talk of the Kop“ ausgestrahlt wurde, kursierte folgendes Zitat: „Ich denke, dieses Spiel ist schwer zu verstehen. Wir sind enttäuscht. Die Fans waren unglaublich. Ich möchte ihnen für alles danken, und in meinem Kopf. Ich wünsche diesem Team jeden Erfolg der Welt.“ Auch die spanische Zeitung „As“ berichtete über die Abschiedsrede. Ob Mané das tatsächlich gesagt hat, ist unklar. Auf jeden Fall will er seinen Klub verlassen. Mané und der FC Bayern: Jetzt könnte es schnell gehen.
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Sein Vertrag beim FC Liverpool läuft noch bis zum 30. Juni 2023, Mané will nach sechs Jahren bei den Briten eine neue Herausforderung annehmen. Pariser Str. Germain dürfte auch interessiert sein. Mané, so heißt es, stelle sich einen Wechsel nach München sehr gut vor.
Das Gehalt könnte bei der Versetzung eine wichtige Rolle spielen. Mané soll beim FC Liverpool zwölf Millionen Euro brutto im Jahr verdienen und gehört keineswegs zu den Haupteinnahmequellen der Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp. Beim FC Bayern könnte der Senegalese klar herauskommen. Dem Vernehmen nach wird ein Dreijahresvertrag mit einem Jahresgehalt von mindestens 15 Millionen Euro im Jahr diskutiert.
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Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt
Manés Marktwert wird auf rund 80 Millionen Euro geschätzt. Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat zuletzt mehrere Gespräche mit Manés Berater Björn Bezemer geführt. Liverpool soll bei einer Quote von 50 Millionen Euro oder mehr gesprächsbereit sein, München will wohl rund 30 Millionen bieten. Ein Verkauf von Lewandowski (Vertrag bis 30. Juni 2023) könnte mehr als 40 Millionen Euro einbringen. Bonuszahlungen könnten ein Argument im Mané-Poker sein, Vereine könnten rund 40 Millionen Euro einsammeln.
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Die Bayern haben mit Noussair Mazraoui und Mittelfeldspieler Ryan Gravenberch, beide von Ajax Amsterdam, bereits zwei Neuzugänge in der Abwehr gefunden. Aber das ist nicht genug. Vor allem wenn Lewandowski geht, müssen sie noch einen Topspieler für die Offensive verpflichten.
Real und Arsenal wollen Gnabry, Tolisso geht
Mané geht lieber über die Flanken runter, Trainer Julian Nagelsmann könnte das Spielsystem der Bayern entsprechend anpassen. Funktioniert die Verpflichtung von Mané, muss Serge Gnabry den FC Bayern wohl verlassen.
Ein Angebot des Klubs (von 17 auf 19 Millionen Euro pro Jahr) zur Vertragsverlängerung hat der Nationalspieler noch nicht angenommen, Nachbesserungen will der FC Bayern nicht vornehmen. Real Madrid und der FC Arsenal sollen an Gnabry interessiert sein.
Unterdessen gab der Klub bekannt, dass Corentin Tolisso den FC Bayern nach fünf Jahren verlassen wird. Der im Sommer auslaufende Vertrag mit dem 27-jährigen französischen Nationalspieler wird nicht verlängert, wie der Klub am Montag in einer Abschiedsbotschaft „Danke, Coco“ mitteilte.
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