kulturell
Das Sammlerehepaar Dagmar und Manfred Chobot aus Illmitz (Kreis Neusiedl am See) hat in mehr als fünf Jahrzehnten hunderte Werke österreichischer Künstler gesammelt. Der größte Teil seiner Sammlung ist heute in der Albertina in Wien zu sehen.
25.07.2022 17.44
Ab heute, 17:44 Uhr online
Dagmar und Manfred Chobot begannen Ende der 1960er Jahre mit dem Sammeln von Werken österreichischer Künstler ihrer Zeit. Vor drei Jahren schenkten die Chobots dann einen Großteil ihrer 800 Werke umfassenden Kunstsammlung der Albertina in Wien. Rund 200 Meisterwerke sind ausgestellt. Was heute in dieser Ausstellung gezeigt wird, ist Nachkriegskunst von höchster Qualität, erworben ohne reich zu sein. „Er ging zur Universität und ich arbeitete in einer Bank und hatte auch nicht viel Geld. Wir haben damals viel in Raten bezahlt. Wir hatten ein echtes System, wann wir wen bezahlten. Sammeln ist natürlich eine Leidenschaft“, sagt Dagmar Chobot.
ORF Manfred und Dagmar Chobot
Einzelspende der Albertina
Die Ausstellung bietet neben großen Namen auch einige Neuheiten und Wiederentdeckungen wie die Gemälde aus ausdrucksstarkem Material der Künstlerin Verena Bretschneider oder die Zeichnungen von Ernst Zdrahal, Vertreter der österreichischen Pop Art. „Für die Albertina ist diese Schenkung aus kunsthistorischen und kunstästhetischen Gründen einzigartig. Sie hat nicht die Werte eines Monet oder eines Picasso, aber die Ästhetik, die Kunst ist auf Augenhöhe mit diesen Künstlern“, sagt Klaus Albrecht Schröder, Direktor der Albertina. Laut Schröder würde die großzügige Spende ergänzen und ergänzen erweitern das Profil der Sammlung Albertina.
Fotoserie mit 10 Bildern
Freude und Glück finden sich in der Kunst
„Leider können Sie nichts mitnehmen“, begründete das Sammlerehepaar vor drei Jahren die Spende. Der Austausch mit befreundeten Künstlern und das Leben mit der Kunst war sein Hauptantrieb zum Sammeln. „Wir brauchten es einfach: uns mit Kunst zu beschäftigen, und zwar mit Kunst, die wir mögen und von der wir profitieren“, sagt Manfred Chobot. Kunst hätte ihnen immer Freude, Glück und ein Glücksgefühl geboten. All das sollen auch die Besucher der Albertina erleben können.