Österreich will die Isolationspflicht der Krone abschaffen

Die österreichische Regierung will die Isolationspflicht der Krone abschaffen. Infizierte sollen sich nahezu uneingeschränkt bewegen können.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur APA fällt die Corona-Quarantäne für Corona-Infizierte in Österreich. Dies geht aus einem normativen Text hervor, der später am Nachmittag der Öffentlichkeit vorgestellt werden muss und der APA zur Verfügung steht.

Wer sich nicht krank fühlt, darf laut Verordnung auch nach einem positiven Corona-Test das Haus verlassen, unterliegt aber Verkehrsbeschränkungen. Dies bedeutet, dass FFP2-Masken verwendet werden müssen, es sei denn, die Infizierten befinden sich im Freien und in einem Abstand von zwei Metern zu anderen Personen. Außerdem ist geplant, Besuchern den Zutritt zu Krankenhäusern sowie zu Pflege-, Behinderten- und Kureinrichtungen zu verbieten.

Gesundheitsminister Johannes Rauch und Arbeitsminister Martin Kocher wollen heute Nachmittag auf einer Pressekonferenz offiziell einen „Variantenmanagementplan“ vorstellen.

Rauch: Ich kann nicht jahrelang in „Krisenlaune“ leben

Rauch sagte der “Tiroler Tageszeitung” (Dienstag), man müsse “einfach erkennen, dass wir die nächsten Jahre nicht mit dieser durch die Pandemie verursachten Krise leben können”. Sollte sich die Lage erneut verschärfen, würden die Corona-Maßnahmen wieder verschärft.

Im Herbst drohen Gaskrise, Inflation und der Krieg in der Ukraine ohnehin eine schwierige Situation für die Bevölkerung. „Ich bin Sozial- und Gesundheitsminister, daher beschäftigen mich die soziale Frage und die Frage der sozialen Störungen mindestens so intensiv wie die Corona-Krise“, sagte Rauch der Zeitung.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Österreich mit etwa 900 Fällen pro 100.000 Einwohner und eine Woche über dem deutschen Wert. Im Vergleich zum Sommer des vergangenen Jahres müssen viel mehr Patienten in Krankenhäusern behandelt werden.

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