Vermutlich zwei Bären im Unterengadin

Die Fotofallen befinden sich im Val S-charl bei Scuol und im Val d’Assa bei Ramosch, wie auf der Website des Bündner Amtes für Jagd und Fischerei ersichtlich. Einer fotografierte am Morgen des 17. Juli einen Bären, der andere am Abend desselben Tages.

«Aus der Ferne ist die Wanderung kein Problem», sagte Funktionär Arno Puorger in einem Bericht der Zeitung «Die Südwestschweiz». Allerdings hätte die Exkursion durch stark touristisch genutzte Gebiete und die Alpen geführt. Von dort wurden keine Bärensichtungen gemeldet.

„Das deutet auf mehr als zwei Bären hin“, sagte der Großraubtierspezialist der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Aber das ist nur eine Vermutung. Gut möglich, dass es im Unterengadin noch Bären gibt. Aber es gab keine weiteren Anzeichen dafür.

Sicher ist, dass die Bären aus dem Trentino in Südtirol stammen. „Es gibt die einzige Population in Zugweite eines Bären“, erklärte Puorger. Der “Eingangspunkt” der Bären in die Schweiz liegt nur wenige Dutzend Kilometer vom Trentino entfernt.

Bereits in der ersten Junihälfte gab es im Unterengadin mindestens einen Bären. Laut dem Wildhüter gab es zwei sichere Beweismittel, eines davon waren Fäkalien.

(SDA)

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