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Mit dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (ESAF) findet im August der grösste Sportanlass der Schweiz statt – nun gibt es Kritik: Es gebe keine Fluchtwege.
Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest ESAF in Pratteln im Baselbiet ist ein grossartiger Anlass. 50.000 Zuschauer werden erwartet. Nun berichtet die «Basler Zeitung», dass Sicherheitschef Marcus Müller das Handtuch wirft, weil das Sicherheitskonzept Mängel aufweist. Zum Beispiel gibt es nicht genügend Fluchtwege.
Deutlich kleinerer Platz als beim letzten ESAF
Marcus Müller leitete während 21 Jahren den Krisenstab Region Basel. So verantwortete er beispielsweise die Sicherheit bei der Fußball-EM 2008. Auch für ESAF plante er das Sicherheitskonzept: für ein enges Areal, auf dem sich rund 50.000 Menschen in Pratteln versammeln sollen.
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Bildunterschrift: Die ESAF-Arena liegt zwischen Autobahn und Bahnlinie. SRF
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Bildunterschrift: Der ESAF-Platz wird von einer Bahnlinie, einer Autobahn und einem Bach begrenzt. Es gibt zu wenige Fluchtmöglichkeiten, so die Bewertungen. zvg, ESAF 2022
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Bildunterschrift: Ein Blick auf die Karte verdeutlicht auch das begrenzte Platzangebot. SRF
Müller trat jedoch Ende April zurück. Der Grund ist brisant: Er könne das Schutzkonzept der Veranstalter nicht unterstützen, schreibt die «Basler Zeitung» vom Freitag. Müller soll mehrfach darauf hingewiesen haben, dass es nicht genügend Fluchtwege gebe und daher das Schutzkonzept nicht ausreiche. Müller könne unter diesen Umständen keine Verantwortung mehr übernehmen.
Titel: Sicherheitsexperte Marcus Müller hält das Konzept beim ESAF Pratteln für unzureichend. SRF
Hauptgrund für die Sorgen des ehemaligen Sicherheitschefs ist die Lage des Festivalgeländes. Es liegt in der Gemeinde Pratteln im Baselbiet, eingebettet zwischen Bahngleisen, Autobahn und Bachbett. Das bedeutet, dass Besucher im Notfall nur in eine von vier Richtungen fliehen können. Das Gelände in Pratteln ist viel schmaler und es gibt weniger Freiraum drumherum als das letzte eidgenössische im Kanton Zug.
Bei massiver Panik sei es fast unmöglich, Menschen aus dem südlichen Teil des Festivalgeländes zu evakuieren, sagt Marcus Müller gegenüber der «Basler Zeitung». Müller kommt zu dem Schluss, dass die Verantwortlichen ihre finanziellen Interessen über die Sicherheit gestellt hätten.
Pratteln bereitet sich auf ESAF vor