Tesla-Chef Elon Musk soll in einer E-Mail an seine Führungskräfte eine drastische Kürzung angekündigt haben. Reuters berichtet, dass der Elektroautohersteller plant, 10 Prozent seiner Mitarbeiter zu entlassen.
In der E-Mail soll Musk einen sofortigen Einstellungsstopp weltweit angeordnet haben, schreibt Reuters. Er habe ein „sehr schlechtes Gefühl“ in Bezug auf die Weltwirtschaft, sagt er zur Begründung. Angesichts der hohen Inflation und der geopolitischen Lage inklusive der Probleme der aktuellen Lieferkette rechnen immer mehr Wirtschaftsexperten mit einer Rezession. Bis heute gibt es keine offizielle Bestätigung von Tesla. Elon Musk postet derzeit nichts auf Twitter.
Musk hat ein ungutes Gefühl, und gibt es einen Stellenabbau bei Tesla?
Offenbar erklärte Musk seine schlechten Gefühle in der E-Mail nicht mehr. Laut Reuters deuten die bisher vorliegenden Zahlen nicht darauf hin, dass der Hersteller zu kämpfen hat.
Nur wenige Tage zuvor hatte der Tesla-Chef weltweit für Aufsehen gesorgt, weil er seine Führungskräfte aufgefordert hatte, mindestens 40 Stunden in der Woche wieder Präsenzarbeit zu leisten. Der Umzug löste Diskussionen darüber aus, ob das noch zeitgemäß ist. Musk begründete dies damit, dass von Fabrikarbeitern erwartet wird, dass sie von Angesicht zu Angesicht arbeiten, und dass nur so gute Produkte hergestellt werden können. Die Gewerkschaft IG Metall kündigte Widerstand gegen Musks Ankündigung an. Der Tesla-Gründer hatte angekündigt, Mitarbeiter zu entlassen, die sich nicht an Weisungen hielten.
Sorge um Tesla-Fabrik in Deutschland
Laut Reuters beschäftigte Tesla bis Ende 2021 rund 100.000 Mitarbeiter. In Deutschland schürte die Ankündigung Bedenken wegen des neu errichteten Werks bei Berlin. Die allein im Oktober 2021 eröffnete Gigafactory Grünheide soll 12.000 Mitarbeiter beschäftigen und jährlich 500.000 Elektroautos bauen.
(mki)
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