FC Bayern: Der Präsident findet klare Worte zum Debakel von Lewandowski

Der Vertrag von Robert Lewandowski beim FC Bayern wird bis 2023 verlängert. Bild: imago images / imago images

Seit Wochen wird über einen möglichen Transfer des verschuldeten Bayern-Stars Robert Lewandowski zum FC Barcelona diskutiert. Nun äußert sich auch der bayerische Präsident Herbert Hainer in klaren Worten, was er von Lewandowskis Wunsch nach Veränderung und seinem Verhalten hält.

Hainers Reaktion ist das Ergebnis einer Reihe von Kommentaren von Spielern und Vereinsverantwortlichen. In einem Interview mit BamS zeigte sich Hainer irritiert über Lewandowskis Entscheidung, sich öffentlich zu diesem Thema zu äußern.

Lewandowski macht aus seinem Wechselwunsch keinen Hehl

Lewandowski hatte immer wieder versucht, den Vereinigungsprozess durch Äußerungen auf Instagram oder bei Pressekonferenzen zu torpedieren und die Bayern-Funktionäre zum Verkauf zu bewegen. Er sagte, er könne sich “keine weitere gute Zusammenarbeit vorstellen. Ich hoffe, sie behalten mich nicht, nur damit sie es können.” Hainer hingegen hätte sich mit dem Spieler lieber ohne Beteiligung der Öffentlichkeit geeinigt. Er sagt:

“Ich hätte es stattdessen nicht getan.”

Hainer stoppt in seinen Aussagen deutlich die öffentliche Schlammschlacht. Entgegen den offensichtlichen Bemühungen Lewandowskis und seines Beraters Pini Zahavi, einen Wandel herbeizuführen, sieht die Bayern-Führung eine andere Ansicht: Lewandowskis Vertrag beim FC Bayern wird bis Juni 2023 verlängert.

Lewandowski-Wechsel: Hainer steht hinter Kahn und Salihamidzic

Hainer schließt sich damit der bereits von Sportdirektor Hasan Salihamidzic und CEO Oliver Kahn geäußerten Meinung an. Beide schlossen einen baldigen Wechsel aus. Letzterer kommentierte das Set mit einem „Genug“. Auch Hainer selbst ist klar: “Vertrag ist Vertrag!”sagt “BamS”.

Ressentiments zwischen den Vertragsparteien

Vor allem das Alter von Lewandowski spielte eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Konflikts. Dass die Bayern-Verantwortlichen dem 33-Jährigen nur einen 1-Jahres-Vertrag anbieten wollten, machte Lewandowski unglücklich.

Die Geschäftsleitung vermutet derweil, dass sein Berater Zahavi den Weltfußballer belästigt haben muss, derselbe Mann, der bereits den Abgang von David Alaba eingeleitet hatte.

Allerdings scheint der Frust des Spielers für die Bayern-Trainer keine Variable zu sein. Offensichtlich ist sich Lewandowskis finanzielle Bedeutung für den Klub als Torschützenkönig und Titelgarant so bewusst, dass ein ablösefreier Transfer Mitte 2023 hinter einem Verkauf steht, womöglich zu einem hohen Preis.

“Robert ist ein Vollprofi, er will Fußball spielen.”

Hainer macht sich keine Sorgen, dass Lewandowski in der kommenden Saison bei einer Vertragsverlängerung wegen des Streits nicht seine gewohnten Leistungen zeigen kann: „Robert ist Vollzeitprofi, er will Fußball spielen.“ Generell lässt Hainer keinen Raum für persönliche Gefühle. Ganz zu schweigen davon, dass sich Lewandowski und seine Berater auch mit den Abläufen des Profifußballs zur Genüge auskennen dürften.

Das wiegt er ab Fußballer wissen wahrscheinlich, welche Benefits sie beim Verein genießen: „Ich denke, er weiß, was er an den Bayern hat, nämlich einen Verein, der seine Spieler sehr gut behandelt, der alles tut, damit sie ihre volle Leistung bringen können. Und ich muss sagen, Wertschätzung ist keine Einbahnstraße!”

Neben persönlichen Erfolgen wie dem Ballon d’Or hat Polens Rekordmeister auch auf Teamebene mit dem FC Bayern einiges erreicht: unzählige Meistertitel, DFB-Pokalsiege und Champions League.

(MS)

Filip Kostic war einer der Schlüsselspieler von Eintracht Frankfurt beim sensationellen Europa-League-Sieg. Doch nach der Saison stellt sich die Frage, ob er von der Spitze gefeuert wird oder ob er in Hessen bleibt und in der kommenden Saison für die Eintracht in der Champions League spielt.

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