An der Nordküste des französischen Ärmelkanals und in der Seine wird seit einigen Wochen immer wieder ein Killerwal beobachtet. Das Auftauchen des Wals dort sei äußerst selten und bisher unerklärlich, berichtete BFMTV am Mittwoch.
Doch Experten machen sich Sorgen um die Gesundheit des Tieres. Nach Angaben der Marine Mammal Research Group (GEEC) wurde das Tier erstmals am 5. April von der Besatzung eines Trawlers etwa 30 Meilen vor der Küste der Normandie gesehen. Seitdem wurde der Killerwal immer wieder entlang der Küste, in der Seine-Mündung und sogar etwa 60 Meilen flussaufwärts in der Seine, in der Nähe von Yainville, gesichtet.
Kaum Überlebenschance
Killerwale kommen am häufigsten vor den Küsten Schottlands, Islands und Norwegens und weiter südlich im Atlantischen Ozean im Golf von Biskaya vor, sagte ein GEEC-Experte. Die vom Fischerboot gemachten Videoaufnahmen sind so deutlich, dass es keinen Zweifel daran gibt, dass es sich um einen Killerwal handelt.
Es wird spekuliert, dass der Wal in den Ärmelkanal umgeleitet wurde, weil er krank ist und sich in den ruhigeren Gewässern leichter ernähren kann. Es kann sich auch um ein Jungtier handeln, das seine Gruppe verlassen hat und nun isoliert ist. Nachdem der Killerwal zunächst einen guten Gesundheitszustand zeigte, halten Beobachter ihn nun für abgemagert und sehen Anzeichen von Pilzbefall. Experten sagen, ihre Überlebenschancen seien gering. (SDA / hohl)
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