Stand: 09.06.2022 18:59
Im Live-Ticker informiert Sie NDR.de außerdem am heutigen Donnerstag, 9. Juni 2022, über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg.
Das Wichtigste in Kürze:
- RKI-Bericht: Verhältnis von omicron BA.5 Untervariante zu zehn Prozent
- Behrens: Kronentests kostenlos halten
- Herkunft des Virus: Der WHO-Expertenrat beantragt die Prüfung der Laborarbeit
- Lauterbach: Omicron-Impfstoffe ab September
- Umfrage: Erschöpfte Lehrer und Schüler
- Die Ärztekammer warnt vor mehr blinden Daten
- Im Norden bestätigte Neuinfektionen: 5.195 in Schleswig-Holstein, 651 in Hamburg, 11.059 in Niedersachsen, 788 in Mecklenburg-Vorpommern und 760 im Land Bremen.
- RKI: Bundesweit 77.636 Kronen-Neuinfektionen – Inzidenz von 276,9
Tabellen, Grafiken und Karten zu Inzidenz, Impfrate und anderen Daten
18:36 Uhr
RKI-Wochenreport: Verhältnis von omicron BA.5 Untervariante zu zehn Prozent
Bundesweit stieg die Sieben-Tage-Inzidenz in der vergangenen Woche erstmals seit Ende März (Kalenderwoche 12) wieder an. Das geht aus dem aktuellen Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. In der vergangenen Woche lag der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bei 289, 29 Prozent mehr als in der Vorwoche. Die Bewertung der aktuellen Situation der Krone in Deutschland zeigt auch, dass sich die Untervariante von omicron BA.5 weiterhin rasant verbreitet. Nach neuesten Daten des RKI lag der BA.5-Anteil in der Kalenderwoche 21 (vom 23. bis 29. Mai) bei 10,0 Prozent und hat sich damit im Vergleich zur Vorwoche verdoppelt. Die Subvariante BA.4 wurde zuletzt in 2,1 Prozent der untersuchten Fälle nachgewiesen (Vorwoche: 1,2 Prozent). Mit 87,2 Prozent dominiert in Deutschland weiterhin die Sublinie omicron BA.2. Der signifikante Anstieg von BA.4 und BA.5 deutet darauf hin, dass „diese Omicron-Unterstreichungen den größten Teil der Beweise innerhalb weniger Wochen ausmachen sollten“, heißt es in dem Bericht. Erwartet wird zudem, dass es im Sommer insgesamt zu einem Anstieg der Infektionszahlen und einer „erneuten Erhöhung des Infektionsdrucks auf gefährdete Personengruppen“ kommen werde.
Das RKI rät, den Empfehlungen zur Vermeidung einer Ansteckung Folge zu leisten. Eine saisonale Beruhigung der Kronenlage im Sommer wie im vergangenen Jahr könne laut RKI 2022 nicht eintreten. Würden Verhaltensregeln wie die Abstandsregelung oder Hygienemaßnahmen des Covid-19 nicht eingehalten, könnten saisonale Effekte auftreten die Verbreitung neuer omicron BA.4 und BA.5 Untervarianten nicht kompensieren. Bisher konnte niemand die perfekte Lösung einsenden, was nicht verwunderlich ist.
17:46 Uhr
788 neue Fälle in Mecklenburg-Vorpommern
In Mecklenburg-Vorpommern haben die Behörden seit gestern 788 Kronen-Neuinfektionen registriert. Das sind 276 Fälle mehr als noch vor einer Woche. Neun Patienten mit Covid-19 werden landesweit auf Intensivstationen behandelt. Die Inzidenz von Krankenhausaufenthalten beträgt 1,1. Die Inzidenz der Neuinfektionen für sieben Tage liegt bundesweit bei 227,5 (+17,1). Den höchsten Wert hat Schwerin mit 336,8, den niedrigsten im Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 124,3.
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Die Sieben-Tages-Inzidenz der Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern liegt bei 227,5. Die Inzidenz von Krankenhausaufenthalten beträgt 1,1. Monat
17:09 Uhr
Der WHO-Expertenrat fordert die Prüfung von Laborthesen zum Ursprung des Virus
Bei der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus Sars-CoV-2 soll nach Ansicht eines Expertengremiums der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch die Möglichkeit eines Laborausbruchs geprüft werden. Der von der WHO eingesetzte Council of Independent Experts (SAGO) hat heute in einem ersten Vorbericht eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. In Wuhan, China, wo Ende 2019 die ersten Fälle von Sars-CoV-2 auftraten, läuft die Erforschung des Kronenvirus eine mögliche laborassoziierte Infektion mit dem untersuchten Erreger“, heißt es in dem Bericht. Wissenschaftler in China, Russland und Brasilien lehnten es ab, die fast 30-köpfige Empfehlung des Ausschusses zu unterstützen, und vermerkten ihre Ablehnung in einer Fußnote des Berichts. China weist die Theorie zurück, dass das Virus möglicherweise aus einem chinesischen Labor stammt. Peking lehnt die Ankunft einer weiteren internationalen Expertengruppe zur Suche nach der Quelle des Virus ab.
Die Ratsvorsitzende Marietjie Venter betonte, dass die Empfehlung nichts über die Wahrscheinlichkeit der Laborhypothese aussage. Es sind auch Studien erforderlich, um sie zu widerlegen. Die wahrscheinlichste Theorie ist, dass das Virus über einen Zwischenwirt von einem Tier auf den Menschen übergesprungen ist.
16:29 Uhr
Mehr als 1.000 ungeimpfte Pflegekräfte können in Sachsen weiterarbeiten
In Sachsen haben bisher 1.200 Pflegekräfte die Erlaubnis erhalten, ihre Arbeit auch ohne eine Kronenimpfung oder einen bereits überstandenen Infekt fortzusetzen. Das teilte der Landkreis Mittelsachsen heute mit, weicht vom nationalen Vorgehen in der Corona-Pandemie ab und verzichtet auf eine Anhörung der Betroffenen und droht mit Bußgeldern und Einreiseverboten. Begründet wurde das Vorgehen mit der Versorgungssicherheit der rund 570 Gesundheitszentren in der Region. Insgesamt wurden den Behörden etwa 3.200 Arbeiter gemeldet, die nicht geimpft oder genesen waren und kein ärztliches Attest vorlegen konnten.
In Mecklenburg-Vorpommern hingegen stecken die Behörden mitten im geplanten Verwaltungsverfahren. Die Gesundheitsbehörden haben damit begonnen, Anhörungsbriefe an fast 7.600 ungeimpfte Mitarbeiter im Bundesstaat zu senden. Laut einem Ministeriumssprecher ist mit den ersten Meldungen Ende Juni oder Anfang Juli zu rechnen.
16:16 Uhr
760 Neuinfektionen im Land Bremen
Im Land Bremen wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde an einem Tag insgesamt 760 Kronen-Neuinfektionen registriert. 645 davon befinden sich in der Stadt Bremen, 115 in Bremerhaven. Die Inzidenz von sieben Tagen liegt in Bremen derzeit bei 390,8, in Bremerhaven liegt der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche bei 292,4. Die Hospitalisierungsrate in Bremen liegt bei 1,41, in Bremerhaven bei 0,88.
15:10 Uhr
Göring-Eckardt fordert eine schnellere Planung im Herbst
Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) beschleunigt die Planungen für einen wirksameren Infektionsschutz für die gefürchtete neue Corona-Welle im Herbst. „Wir sollten noch vor den Sommerferien eine Einigung über die Ziele beschließen“, sagte er gegenüber Zeit Online. Gesetze sollten nicht neu gemästet werden, da dies oft zu großen Unklarheiten geführt hat. Göring-Eckardt kritisierte, dass mit dem vorläufigen Ende der allgemeinen Impfung alle Aktivitäten eingestellt worden seien. Der Grünen-Politiker sprach sich dafür aus, jetzt an einem neuen Infektionsschutzgesetz zu arbeiten und nicht auf ein geplantes Gutachten mit einer Bewertung bisheriger Kronenschutzmaßnahmen zu warten. „Eine Bewertung sollte keine Entschuldigung dafür sein, nichts zu tun, insbesondere wenn Sie befürchten, dass nicht genügend Daten vorliegen“, sagte er. Klar sei auch: „Experten ersetzen nicht die Politik. Das Parlament entscheidet.“
13:28 Uhr
Behrens: Kronentests kostenlos halten
Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens hat sich dafür ausgesprochen, Bürgertests frei vom Corona-Virus zu halten. Die SPD-Politik sagte der Deutschen Presse-Agentur, sie halte es für einen besonnenen Ansatz, die Beweise allen, die sich freiwillig testen wollen, bis auf Weiteres zur Verfügung zu stellen. Allerdings wurden Pflichttests in Schulen und Kindergärten und fast allen Teilen des öffentlichen Lebens abgeschafft. Mit Blick auf die Empfehlungen des Sachverständigenrats der Bundesregierung erklärte Behrens, aus seiner Sicht sei einer der zentralen Punkte die Feststellung gewesen, dass die Lage der Krone heute dank Impfstoffen deutlich besser sei als vor einem Jahr. „Gleichzeitig ist die Pandemie noch nicht vorbei und wir müssen auf alle im Dokument beschriebenen Szenarien vorbereitet sein, insbesondere im Herbst.“
13:12 Uhr
Lauterbach: Omicron-Impfstoffe ab September
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach erwartet, dass Kronen-Impfstoffe im Herbst an omicron-Varianten angepasst werden. Damit rechne er frühestens im September, sagte der SPD-Politiker dem Deutschlandfunk. Daran wird intensiv gearbeitet. Es gibt vielversprechende Daten von Moderna, und sie sind auch mit Biontech in Kontakt. Er ist zuversichtlich, dass sehr gute Impfstoffe angepasst werden. Derzeit dominiert in Deutschland die Sublinie omicron BA.2, jedoch wächst der Anteil der Subvariante BA.5, wenn auch auf niedrigem Niveau. Lauterbach sagte, BA.5 sei „keine besonders gefährliche Variante“, obwohl es ansteckender sei als BA.1 und BA.2.
Der Kronen-Expertenrat der Bundesregierung hatte am Mittwoch auf Vorbereitungen für Herbst und Winter gedrängt und drei Szenarien für die Entwicklung der Pandemie entworfen. Lauterbach bezeichnete das mittlere Szenario mit weniger gravierenden Auswirkungen als das derzeit wahrscheinlichste. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es ansteckendere und gefährlichere Virusvarianten gibt. „Unbedingt“ muss auch das Infektionsschutzgesetz geändert und erweitert werden. Läuft am 23. September ab.
12:16 …