Kurz vor Scholz-Besuch in der Ukraine: Klitschko widerspricht Selensky

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Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj (44), schimpfte im ZDF-Interview mit Bundeskanzler Scholz und sagte, Deutschland müsse sich entscheiden, auf welcher Seite es stehe. Das ist nicht gut für die Klitschkos!

Wladimir Klitschko, Bruder von Kiews Oberbürgermeister Vitali, sagte zu BILD: „Gerade vor dem Besuch der Bundeskanzlerin in Kiew dürfen wir an einem keinen Zweifel lassen: Deutschland war, ist und wird immer Partner der Ukraine sein. Das kann es nicht geben.“ zwei Stellungnahmen dazu und dafür setzt sich Scholz im Bundestag schon lange ein.

Klitschko weiter: „Wir brauchen sicherlich dringend mehr Waffen, wir brauchen Hilfe bei der EU-Mitgliedschaft und mehr humanitäre Unterstützung, aber wir dürfen nicht vergessen, was so viele geleistet haben, gerade bei der Aufnahme von Flüchtlingen.“

Selensky hatte gesagt, er hoffe, die Europäische Union werde ihm im Juni den Kandidatenstatus verleihen und Olaf Scholz (SPD) persönlich den EU-Beitritt der Ukraine unterstützen. Selenskyj fügte kritisch hinzu, dass vor Scholz Amtsantritt, also während der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU), in Deutschlands politischer Führung “eine gewisse Skepsis” gegenüber einem EU- und Nato-Beitritt geherrscht habe, sagte Selenskyj dem Today Journal.

Es ist nicht das erste Mal, dass Wladimir Klitschko seinem Präsidenten widerspricht, wenn es um Deutschland geht!

Bereits im April hatte Klitschko seinen Präsidenten scharf kritisiert, als er Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu einer geplanten Reise nach Kiew einlud. Klitschko sagte damals: “Ich finde es dringend, dass wir als Ukraine weiter Brücken nach Deutschland bauen.”

Bei einem Besuch in Kiew am Wochenende kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an, dass sie die Analyse des Antrags der Ukraine auf EU-Mitgliedschaft bis Ende nächster Woche abschließen werde. In jedem Fall sollte die Empfehlung Ihrer Behörde mit den Reformen verknüpft werden. Die EU-Staaten müssen dann einstimmig entscheiden, wie es weitergeht. Dies wird auf einem EU-Gipfel am 23. und 24. Juni stattfinden.

* Paul Ronzheimer, BILD-Abgeordneter und Kriegsberichterstatter

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