Tu-22M3 ist nahezu unverwundbar
Das ist Putins nuklearer Superbomber
Im Ukrainekrieg hat Russland jede erdenkliche Waffe eingesetzt. Einer ist besonders effektiv: der Tupolev Tu-22M3. Auch Europa oder die USA könnte der Überschallbomber in kürzester Zeit erreichen.
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Aktualisiert: vor 15 Minuten
Kremlchef Wladimir Putin (69) hat wiederholt damit gedroht, neben der Ukraine auch westliche Länder anzugreifen. Dafür hat der russische Präsident ein ganz besonderes Flugzeug in seinem Arsenal. Der Kampfjet Tupolev Tu-22M3, von der NATO auch “Backfire” genannt. Dieser Superbomber ist extrem schnell, hat eine riesige Reichweite und kann eine große Anzahl von Bomben tragen.
Wie gefährlich der Kampfjet ist, hat Putin bereits im Krieg in der Ukraine gezeigt. Er ließ die Hafenstadt Mariupol großflächig bombardieren. Aber auch andere Ziele sind möglich. Wenig überraschend hat der Tupolev eine Reichweite von 7000 Kilometern. Allerdings keine Bomben an Bord. Ansonsten beträgt die Reichweite bis zu 2400 Kilometer.
Die Tu-22M3 hat nicht nur eine extreme Reichweite, sondern ist auch sehr schnell. Höchstgeschwindigkeit: bis zu 2327 km/h. Die vierköpfige Besatzung kann bis zu 24 Tonnen Bomben tragen. Der Kampfjet ist normalerweise mit Bomben des Typs FAB 250 und FAB 1500 ausgestattet. Diese Allzweckbomben können alt sein, aber noch verheerender, wenn sie gezündet werden. Darüber hinaus kann die Tupolev auch Kh-47M2-Hyperschallraketen mit Atomsprengköpfen tragen.
Bis zu 75 Überschallbomber im Einsatz
Russland hat sein tödliches Flugzeug bereits in Konflikten in Syrien, Tschetschenien und Georgien eingesetzt. Dies zeigte, wie gefährlich die Tu-22M3 für den Feind ist. Bisher konnte ein „Gegenfeuer“ nur einmal, während des Russisch-Georgischen Krieges 2008, niedergeschlagen werden.
Die ukrainische Armee bestätigte Mitte April erstmals den Einsatz von Tupolew Tu-22M3-Kampfflugzeugen. Ein Berater des US-Verteidigungsministeriums schätzt, dass Russland bis zu 75 Gegenangriffe in der Ukraine stationiert. Bisher haben sie vor allem das ukrainische Eisenbahnnetz und das inzwischen eingestürzte Stahlwerk Mariupol bombardiert.
Nahezu unverwundbare Jagdbomber
Das Problem für den Verteidiger ist, dass russische Marschflugkörper sehr weit fliegen können. Die Kh-101 hat eine geschätzte Reichweite von 2500 bis 2800 Kilometern. Die russische Tupolev Tu-22M3 darf den eigenen Luftraum nicht verlassen, um feindliche Ziele zu zerstören. Das macht sie nahezu unverwundbar.
Aus diesem Grund hat der Westen Respekt vor Putins Überschallbomber. In der Vergangenheit haben russische Politiker damit gedroht, Länder wie Großbritannien und Finnland „innerhalb von Sekunden“ zu zerstören. (obf)